Alle Kinder auf der Welt sind gleich, wenn es ums Spielen geht — sie lieben es, ihre Zeit mit Spielen zu verbringen.

Die Pandemie hat die indischen Schulen sehr hart getroffen, vor allem in den ländlichen Gebieten. Alle Schulen waren von März 2020 bis September 2021 geschlossen. Für die Bauernkinder in den abgelegenen Dörfern ohne Strom gab es keine Alternativen zum Fernunterricht. Für die bioRe Animationsschulen war es besonders kritisch, dass sie die Spiele im Schulhof und das Konzept „Bildung durch Animation “ einstellen mussten.

„Bildung durch Animation“ war der lösungsorientierte Ansatz unserer indischen Projektpartner, um das Problem der mangelnden Bildung in ländlichen Gebieten, insbesondere in den Dörfern der bioRe Bio-Baumwollbauern, anzugehen.

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Bildung Sprösslinge aus bildungsfernen Schichten

Das Bildungsprojekt richtete sich vor allem an die abgelegenen indigenen Dörfer der bioRe Bauernfamilien, in denen die Mehrheit der Bevölkerung Analphabeten sind und es keine Infrastruktur oder personelle Ressourcen für die Bildung der Kinder gibt. Aufgrund ihrer geringen Grösse und Abgeschiedenheit sind diese Dörfer von allen Aspekten der Entwicklung ausgeschlossen. Die Umfragen aus dieser Anfangszeit haben beispielsweise gezeigt, dass 45 von insgesamt 48 Kindern noch nie zur Schule gegangen sind und dass von der gesamten Bevölkerung in diesen Gebieten in den letzten zehn Jahren niemand eine Grundschulbildung bis zur fünften Klasse abgeschlossen hat.

Die Einführung eines Bildungskonzepts in solchen bildungsfernen Gemeinden war also mit weitaus mehr Herausforderungen verbunden als nur der Einstellung eines Lehrers und dem Bau eines Schulgebäudes. Der Animationsansatz hat sich aus mehreren Gründen als erfolgreiches Instrument für diese Zielgruppe erwiesen:

  • Die schulische Infrastruktur ist unzureichend oder gar nicht vorhanden, so dass improvisiert werden muss.
  • Animationsschulen können Animatoren engagieren, die einen Schultag für 30, 40 oder 60 Kinder verschiedener Altersgruppen mit einem Animationsprogramm gestalten.
  • Durch Animation wird die hohe Schulabbrecherquote gesenkt.
  • Da die Mehrheit der Eltern in diesen Dörfern Analphabeten sind und Bildung nicht als wichtiges Thema ansehen, ist der Animationsansatz das richtige Instrument, um mit ihnen zu kommunizieren.

Endlich wieder zur Schule — zum Spielen!

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Die Schülerin der Animationsschule im Dorf Jiratpura geht gerne zur Schule

Im September 2021 erteilte die indische Regierung die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Unter bestimmten Vorsichtsmassnahmen: Nur die Hälfte der Schüler kann gleichzeitig im Unterricht anwesend sein; Versammlungen und sportliche Aktivitäten sind noch nicht zulässig.

Aber endlich können sie Zahlen- und Zählspiele spielen und Spiele, bei denen sie die Tiere kennen lernen und mit den Stimmen der Tiere einen Wettbewerb veranstalten.

Seit 2006 wurden mit Hilfe zahlreicher Spender 18 so genannte Animationsschulen in den Baumwolldörfern in der Region Madhya Pradesh errichtet.

Von den insgesamt 1’241 Schulkindern, die durch die Animationsschulen Zugang zu Bildung erhalten haben, haben etwa 225 ihren Schulabschluss erlangt und können nun weiter studieren oder haben wesentlich bessere Berufsaussichten.

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