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Jahresbericht 2017/18

Vier multinationale Konzerne dominieren künftig das Geschäft mit Saatgut, Pestiziden und Düngemittel. Seit 2015 folgen sich die Fusionen: kürzlich übernahm Bayer für ca. 60 Mia Dollar Monsanto, Syngenta wurde für 43 Mia Dollar vom Staatsunternehmen Chemchina übernommen, der amerikanische Agrochemie-Riese Corteva hat Dupont und Dow Chemical vereint und BASF übernahm von Bayer das gesamte Pestizidgeschäft. Eine gefährliche Machtkonzentration.

Ihre Aussage «Wir wollen die wachsende Erdbevölkerung ernähren, den Hunger bekämpfen, die Landwirtschaft verbessern und die Bauern in aller Welt unterstützen» steht der Realität diametral entgegen, sie tönt zynisch. Ihr Geschäftsmodell, das Geschäft mit dem Saatgut und der Agrochemie zu dominieren, ist pervers.
In Wirklichkeit geht es Ihnen darum zu bestimmen, was angebaut wird. Und wie. Und von wem. Und zu welchem Preis. Und dies mit dem obersten Ziel, Milliarden Gewinne zu erreichen.

Die katastrophalen Folgen für die Biodiversität, für die Gesundheit der Menschen, für unsere Natur und Umwelt, für die Tiere und insbesondere auch für die Bauern, kümmern sie nicht.

Im Bereich der Baumwollproduktion haben die Konzerne mit ihrem Gentech-Saatgut inzwischen das Monopol und die Macht übernommen und in Indien einen Anteil von über 95% erreicht. Die Bauern bezahlen für Gentech-Saatgut und dazugehörige Pestizide hohe Preise und leiden trotzdem unter schlechten Ernten, denn die Monokultur zerstört die Böden, ein hoher Chemieeinsatz bleibt nötig, die Nützlinge werden eliminiert und die Schädlinge passen sich an und überleben. Eine Sackgasse.

Mit unserer bioRe® Stiftung fördern wir die biologische Landwirtschaft, sie steht für Mensch, Tier und Natur im Gleichgewicht. Unsere Saatgutforschung für Bio-Saatgut in Indien entwickelt sich weiterhin sehr positiv und so werden wir unseren Bäuerinnen und Bauern die Möglichkeit bieten, sich von der Macht der Agrochemie-Konzerne fern zu halten und eine Lebensgrundlage zu entwickeln, die Im Einklang mit der Natur steht.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre des Jahresberichtes der bioRe® Stiftung und danke Ihnen für Ihre Unterstützung.

Herzlich
Jürg Peritz, Präsident der bioRe® Stiftung

BioRe Jahresbericht 2017
BioRe Jahresbericht 2017
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Jahresrechnung auf Anfrage

20 Jahre bioRe® Stiftung

Seit 20 Jahren fördert die bioRe® Stiftung den biologischen Anbau von Baumwolle in Indien und Tansania – trotz viel Gegenwind sind wir auf dem Weg zu einer stabilen und nachhaltigen Landwirtschaft. Wir sind sehr stolz, dass bis zum heutigen Tag viele der von Anfang an registrierten Bio-Bäuerinnen und -bauern Teil von bioRe® sind. Diese langjährige Zusammenarbeit unterstreicht die Nachhaltigkeit und ist sehr wertvoll für den Bio-Landbau. Denn die Böden brauchen Zeit für den Aufbau von Humus, und das Produktionssystem muss die verschiedenen Naturkräfte in ein Gleichgewicht bringen. Beeindruckende Anwendungsraten von biologischen Methoden dürfen wir in Tansania beobachten, und in Indien zeigen die ersten Resultate aus der langjährigen Saatgutforschung für GVO-freies Baumwollsaatgut positive Entwicklungen im Kampf gegen GVO-Baumwolle.

Es ist mit grosser Dankbarkeit an unsere Spender, Bauernfamilien, Teammitglieder und Stakeholders der bioRe® Organisationen, dass wir auf 20 Jahre erfolgreiche Aufbauarbeit zurückschauen dürfen, um den biologischen Anbau von Bio-Baumwolle und von Feldfrüchten in der Fruchtfolge zu realisieren, um Biodiversität zu verbreitern, und dass die Bauern eine echte alternative Form von Landwirtschaft betreiben. Unsere Anstrengungen für Biodiversität müssen aber weitergehen, da die neueren Entwicklungen in der Biotechnologie sowie Auswirkungen von Klimaveränderungen auch den biologischen Anbau von Baumwolle beeinträchtigen.

Neben den landwirtschaftlichen Anbau- und Forschungsprojekten unterstützte die bioRe® Stiftung im vergangenen Jahr auch zahlreiche konkrete Sozialprojekte. Die indischen Schulprojekte ermöglichten weiterhin Zugang zu Grundschulbildung für viele benachteiligte Kinder. Die Gesundheits-, Wasser- und Toilettenprojekte förderten die Gesundheit der Bauernfamilien. Mit unserem menschenrechts-basierten Ansatz versuchen wir immer wieder die Kernfragen der Bauerngemeinden zu adressieren und eine effektive Partizipation zu stärken, damit die Menschenrechte eingehalten und gefördert werden.

Ich danke Ihnen, liebe Spenderinnen und Spender, für Ihr Interesse und Ihre langjährige Unterstützung der Aktivitäten der bioRe® Stiftung.

Ihre
Christa Suter, Geschäftsleiterin der bioRe® Stiftung


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