NL November 2021
GivingTuesday is the new Black
Da Schwarz immer in Mode ist, bedeutet „the new black“, dass etwas ganz im Trend liegt. Diese Phrase ist nicht nur auf die Modewelt beschränkt. Deshalb sagen wir nicht „Black Friday“, sondern „GivingTuesday“ ist heute angesagt!
Der Dienstag, 30. November 2021, ist der Giving „Tu es“-Day! – für eine bessere Zukunft.
Engagement für Bäuerinnen in Tansania am Giving Tuesday

In Tansania ist der Anbau von Sonnenblumen in der Nähe von Baumwollfeldern sehr verbreitet: als Fallenpflanzen zur Schädlingsbekämpfung. Die Fruchtfolge ist für viele Bäuerinnen und Bauern zu einer zusätzlichen Einkommensquelle geworden.

Der GivingTuesday wurde 2012 von zwei amerikanischen Organisationen als grosser Aktionstag nach dem „Black Friday” ins Leben gerufen – Tag, an dem der Einzel- und Internethandel vor allem in den USA mit Rabatten den Start des Weihnachts-Shoppings befeuert. Der Brauch von Black Friday kommt aus den USA, mittlerweile hat sich aber der Shoppingtag auch bei uns etabliert. Doch auch Kritik an diesem Konsumrausch wird immer lauter: Der unnötige Kauf von Elektroartikeln und Kleidung sei alles andere als nachhaltig und helfe nicht, Ressourcen und die Umwelt zu schonen.
Der GivingTuesday lenkt die Aufmerksamkeit weg von dem Konsumrausch auf die Themen Geben, Schenken und Spenden. Wir schliessen uns dieser Bewegung an, weil wir uns für die Umwelt und das Wohlergehen der Bauernfamilien einsetzen, die am Anfang der Produktionskette in der Textilindustrie stehen.

Die Bäuerinnen im Dorf Isengwa brauchen nun Ihre Unterstützung: mit einer Ölpresse in Ihrem Dorf möchten sie ein kleines Unternehmen aufbauen und ihr Einkommen sichern.
Jede Spende zählt am Giving „Tu es“-Day!
Spendenziel: CHF 30’000.-
Für den Kauf einer Ölpresse und das Startkapital für ein Kleinstgeschäft und andere Projekte zur Stärkung tansanischer Bäuerinnen!

Herzlichen Dank für Ihre Spende!
Eine gelungene Geschäftsidee und die Sicherung von Zusatzeinkommen
2014 unterstützte die bioRe® Stiftung erstmals eine Bauerngruppe im tansanischen Dorf Ng‘hoboko beim Kauf einer Sonnenblumenölpresse, damit sie ihr eigenes Speiseöl herstellen können. Ansonsten müssten sie das Öl im örtlichen Laden kaufen und Geld dafür im Voraus verdienen. Natürlich ist der Geschmack und die Qualität ihres eigenen Sonnenblumenöls viel besser – und gratis – schwärmen die Bäuerinnen.
Neben dem Eigenverbrauch verkauften die Bauern das Öl auch. Gegen einen geringen Aufpreis durften auch andere Bauern aus dem Dorf ihre Sonnenblumenkerne pressen lassen. Mit der Zeit entdeckte man jedoch, dass die beim Pressen anfallenden „Kernkuchen“ (ausgepresste Sonnenblumenkerne) ein gutes Zusatzfutter für das Vieh darstellen. Die Bauern beschlossen daher, das Pressen der Kerne kostenlos anzubieten und die Ölkuchen als Viehfutter zu verkaufen. Da das Gras während der Trockenzeit nicht wächst, sind diese Ölkuchen ein optimales Ergänzungsfuttermittel für die Tiere und daher sehr gefragt.


Langfristige Perspektive
Die Schulung der Bauerngruppe in der Pflege und Wartung der Maschine sichert die Nachhaltigkeit der Investition. Neben dem zusätzlichen Einkommen lernen die Bauern auch, wie man ein kleines Unternehmen führt und mit Geld umgeht.


