Leben heisst auch Träumen
Mit diesen Worten einer starken Frau wünschen wir eine schöne Weihnachtszeit
Pushpa Solanki ist Biobaumwoll-Bäuerin in Kasrawad, Indien. Bereits letztes Jahr hat sie uns mit ihren Träumen, aus denen sie Kraft schöpft, schöne Weihnachten gewünscht. Dieses Jahr im April haben wir sie erneut in Indien besucht, und sie erzählt in einem längeren Video-Interview von ihrem Alltag – der nicht immer einfach ist, aber noch immer hat sie grosse Wünsche:
«Gerne würde ich unabhängig sein,
am Himmel fliegen und etwas für mich tun,
nur für mich.
Oder Gutes tun und einen Tempel bauen.»
Die Stiftung begleitet über ihre Partnerorganisationen bioRe Association in Indien und bioRe Foundation in Tansania seit über 20 Jahren Biobaumwoll-Bäuer:innen und Dorfgemeinschaften in der Förderung des biologischen und biodynamischen Landbaus sowie sozialer Projekte.
Dank dieser langjährigen Zusammenarbeit und dem regelmässigen Austausch können die Bauernfamilien – wie hier die Familie von Pushpa Solanki, ihrem Mann und ihren beiden Kindern – ihre Existenz selbstsicherer bestreiten und so ein harmonischeres Leben führen, wie Pushpa im Film selber sagt.
Mit diesen Worten einer starken Frau aus Indien – und einem Herzen voller Dankbarkeit wünschen wir Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit!
Replik der bioRe® Stiftung auf den NYT-Artikel mit dem Titel: "Ist das T-Shirt aus Biobaumwolle tatsächlich bio?"
That Organic Cotton T-Shirt May Not Be as Organic as You Think*
*Ist das T-Shirt aus Biobaumwolle tatsächlich bio?
Artikel vom 13. Februar 2022 in der New York Times
Replik der bioRe® Stiftung, 9. März 2022
Sehr geehrte PartnerInnen, UnterstützerInnen, GönnerInnen, Freundinnen und Freunde
Der Artikel in der New York Times (NYT) bringt Licht ins Dunkel eines intransparenten Systems der Zertifizierung von Biobaumwolle in Indien, das Betrügereien Tür und Tor öffnet. Wir schätzen es sehr, wenn
unabhängige JournalistInnen versuchen, betrügerische Geschäftspraktiken
aufzudecken. Solche Praktiken schaden der gesamten Branche, auch jenen, die
sich der Herstellung und dem Verkauf von echter Biobaumwolle verschrieben
haben. Die JournalistInnen haben sich auf Indien konzentriert, weil dieses Land weltweit der größte Produzent von Biobaumwolle ist und die Hälfte der weltweit verkauften Biobaumwolle liefert. Fachleute schätzen jedoch, dass zwischen 50 und 80% der als biologisch verkauften Baumwolle nicht wirklich biologisch produziert werden.
Das Ziel der unabhängigen und nicht gewinnorientierten bioRe Stiftung besteht darin, den biologischen Landbau zu fördern und mittels verschiedener sozialer Projekte die Lebensgrundlage und des Wohlergehens der im Anbau von Biobaumwolle tätigen Bauernfamilien zu verbessern. Die Stiftung verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen oder Zwecke. Sie stellt in enger Zusammenarbeit mit der Remei AG sicher, dass die Baumwolle, welche die Remei AG den Bauernfamilien abkauft und an KundInnen auf der ganzen Welt vertreibt, auch wirklich biologisch ist und zudem hohe soziale Anforderungen erfüllt.
In ihrer Replik „NICHT ZUTREFFEND FÜR UNS!“ auf den Artikel der NYT verweist die Remei AG darauf, dass die unter bioRe Sustainable Cotton durch Remei India Ltd und die Remei AG erworbene, verarbeitete und verkaufte Baumwolle höchste Anforderungen an die Vermeidung von Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Organismen (GMO) erfüllt. bioRe Sustainable Cotton ist vom Ursprung bis zum Verkauf an Textilunternehmen oder Einzelhändler nachverfolgbar. Remei India Ltd verfügt über ein solides Kontrollsystem zur Minimierung der GMO-Verunreinigung von Saatgut oder bei anderen Schritten in der Lieferkette. Dadurch wird das Risiko für Betrügereien durch Partner wesentlich reduziert. bioRe Sustainable Textiles bestehen zu 100% aus bioRe Sustainable Cotton.
Gemeinsam mit Remei India Ltd und der bioRe Association India investiert die bioRe Stiftung auf verschiedensten Gebieten in die Schulung der Anbaufamilien; von der biodynamischen Baumwollproduktion bis zu wassersparenden Bewässerungstechnologien. In Zusammenarbeit mit der Universität für Agrarwissenschaften Dharwad und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL betreiben wir mehrere Forschungsprojekte, zum Beispiel zur Erprobung unterschiedlicher Anbaumethoden. Der wichtigste Bereich ist jedoch die Erforschung von biologischem Saatgut. Mit dem Forschungsprogramm soll der erhebliche Mangel an gentechnisch unverändertem Saatgut in Indien überwunden werden, der sich aktuell auch auf Remei India Ltd auswirkt.
bioRe Sustainable Cotton erfüllt auch hohe soziale Anforderungen. Die Remei AG gibt den Bauern eine Abnahmegarantie über fünf Jahre und zahlt ihnen eine Prämie von 15% des Marktpreises. Zudem erhalten die Bäuerinnen und Bauern landwirtschaftliche Betriebsmittel kostenlos und Remei India Ltd übernimmt den Transport der angekauften Baumwolle.
Dank grosszügiger Beiträge zahlreicher Gönnerinnen und Gönner kann die bioRe Stiftung zusammen mit der bioRe Association India den Bauernfamilien durch soziale Projekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Sanitäranlagen und Wasser Unterstützung bieten. In Zusammenarbeit mit der bioRe Stiftung und der bioRe Association reduzieren die Remei AG und Coop ihre CO2-Emissionen durch weitere für die Bauernfamilien vorteilhafte Aktionen wie Biogasanlagen in Indien. Der Ersatz von offenem Feuer durch Biogas und rauchfreie Öfen reduziert den Verbrauch von Brennholz, entlastet Frauen und Kinder, verringert Atemwegserkrankungen und dient dem Umweltschutz.
Leider haben sich die JournalistInnen der NYT nicht an die ethischen Grundsätze seriösen Recherchierens gehalten, weshalb der Artikel zahlreiche irreführende und Verwirrung stiftende Äußerungen in Bezug auf die Unterstützung der im Anbau von Biobaumwolle tätigen Bauernfamilien in Indien durch die bioRe Stiftung enthält.
In dem Artikel werden unterschiedliche Institutionen und Begriffe wie „bioRe® Stiftung“, „Baumwollprojekte von bioRe“, „bioRe-Anlagen“, „bioRe-Entkernungsanlage“ und „bioRe“ undifferenziert und ohne Kenntnis der Rollen und Funktionen der einzelnen Akteure und Einrichtungen durcheinandergebracht.
Aashish Joshi, Teamleiter bei der bioRe Association India, ist mit der Überwachung der erwähnten sozialen Projekte betraut und nicht, wie im Artikel fälschlicherweise dargelegt, mit der „Überwachung der Biobaumwollprojekte von bioRe“. Herr Joshi äußerte sich ganz allgemein zu Fragen bezüglich der Prämie für die Bauernfamilien um aufzuzeigen, mit welchen Problemen heute jene Bauern in Indien zu kämpfen haben, die den Zuschlag zum Marktpreis nicht bekommen. Er machte keine Aussagen zu irgendeinem System, an dem die bioRe Association India beteiligt wäre. Die bei bioRe India Ltd gemeldeten Bäuerinnen und Bauern erhalten diese Prämie in korrekter Form ununterbrochen seit 2007. Herr Joshis Äußerungen wurden aus dem Kontext gegriffen. Er war weder darüber informiert worden, dass seine Äußerungen publiziert würden, noch hatte er dafür seine Zustimmung gegeben.
Zudem haben die JournalistInnen der NYT nie um die Zustimmung dafür gebeten, Fotos machen zu dürfen, oder sie haben sich diese Zustimmung unter Falschdarstellung erschlichen.
Die bioRe® Stiftung ist seit 25 Jahren darum bemüht, die Lebensgrundlage von Bauernfamilien durch biologischen Landbau zu verbessern. Zusammen mit unseren PartnerInnen, UnterstützerInnen, GönnerInnen und Freudinnen und Freunden werden wir dieses bedeutsame Unterfangen weiterführen.

Improvisierter Unterricht im Freien wegen der Pandemie
Wenn die Schulen geschlossen sind, findet der Ersatzunterricht auch bei 30° Celsius im Freien statt.
Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Indien Schulen geschlossen. Mit Hilfe der Kampagne „School at Your Home“ hat das bioRe Schulprojekt improvisierte Klassen im Freien und in kleinen Gruppen eingeführt, die den Kindern Bildung und soziale Struktur ermöglichen.
Am 15. Juli 2021 begann das neue Schuljahr, und die Kampagne „Schule bei dir zu Hause“ wurde fortgesetzt. Auf jedem Schulhof wurden zu Beginn des Schuljahres Bäume gepflanzt.
Wenn die Lage sich stabilisiert, können die Grund- und Sekundarschulen ab September 2021 wieder geöffnet werden.
Die Oberstufenschule, die bioRe Public School, wird ab August einen Versuch mit Online-Unterricht starten.
Die Coop-Zeitung berichtete am 27. Juli 2021 über das Schulprojekt in Indien.
Der Benefizanlass der bioRe Stiftung macht Ende August auf das Schulprojekt in Indien aufmerksam und bietet einen indischen Erlebnis-Abend auf dem Zürichsee für einen guten Zweck. Dank dem Sponsoring von Coop und der Remei AG kommt jeder Benefiz-Beitrag von CHF 200.- zu 100% den Bedürftigen in den bioRe Bio-Bauern-gemeinschaften in Indien und Tansania zugute.

Coopzeitung: Brunnen fürs Leben
Coop ist ein langjähriger Unterstützer des Wasserprojekts der bioRe Stiftung in Tansania. Ziel dieses Projekts ist die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in den Dörfern der Bio-Baumwollbauern. Über die Auswirkungen dieser Zusammenarbeit berichtet die Coop-Zeitung in der Asugabe vom 26. Januar 2021.
Das wichtigste ist Wasser“,
Ein Dankeschön von Paulina Zengo ((Bildunterschrift))
Mit CHF 130.- ermöglichen auch Sie 1 Familie den Zugang zu sauberem Wasser
David vs. Goliath
Im Jahr 2002 wurde in Indien das gentechnisch modifizierte Baumwoll-Saatgut der Firma Monsanto eingeführt. 2013 waren bereits 95% der Baumwollsamen in Indien gentechnisch modifiziert. Für die Bio-Baumwollproduzenten ein Problem, da diese keine gentechnisch modifizierte Samen verwenden dürfen. Für bioRe® India Ltd. ein Gefahr, da die Biobaumwollfelder leicht kontaminiert werden können.
Hans Peter Jost , ein Schweizer Photograph und Video-Dokumentarist, hat die Bemühung der bioRe® Stiftung, gentech-freies, biologisches Saatgut in Indien herzustellen, begleitet. So entstand diese Video-Dokumentation in 6 Teile, gefilmt in dem Zeitraum zwischen 2013 und 2019.
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5
Teil 6
Genmanipuliertes Saatgut dominiert den Baumwolle-Anbau
SRF Kassensturz vom 12.03.2019
Genmanipuliertes Saatgut bedrängt Biobaumwolle
Ein weiteres Problem ist die Verunreinigung entlang der Produktionskette, sagt Geschäftsführerin der bioRe® Stiftung, Christa Suter. Rückverfolgbarkeit und strenge Kontrollsysteme seien für ihre Glaubwürdigkeit unabdingbar. Indische Biobaumwolle entspreche aber derzeit nicht ihren Standards, bedauert Christa Suter: «Die indische Baumwolle hat im Moment Probleme mit der gentechnisch veränderten Baumwolle. Das akzeptieren wir nicht. So mussten wir schon Baumwolle als konventionelle Baumwolle weiterverkaufen.» Genmanipuliertes Saatgut setzt auch der Biobaumwolle ganz schön zu.
Fair Traders
Drei Akteure der freien Marktwirtschaft übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft und nachfolgende Generationen: Sie wirtschaften nachhaltig. Der Film blickt auf Karrieren von erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern in unterschiedlichen Stadien, die lokal, national und international agieren und Markt und Moral vereinbaren.
FAIR TRADERS geht der Frage nach, wie ein Wirtschaftsmodell nach dem Neoliberalismus aussehen kann und zeigt hierzu die Haltung dreier Vorreiter, die tagaus tagein zwischen fairer Bezahlung innerhalb der gesamten Lieferkette, biologischer Produktion und dem Kostendruck der freien Marktwirtschaft balancieren. Der Film eröffnet so aus einer oft hoffnungslos erscheinenden globalen Situation einen motivierenden möglichen Ausweg und rückt Ethik und Nachhaltigkeit als Faktoren für den Erfolg ins Zentrum.
Als etablierter Schweizer Unternehmer im internationalen Textilgeschäft baute Patrick Hohmann (Gründer der bioRe Stiftung) vor 20 Jahren in Indien und Tansania zwei Grossprojekte der Produktion von Biobaumwolle auf. Er überzeugte Bäuerinnen und Bauern zur Umstellung auf den biologischen Anbau und gewann gleichzeitig in der Schweiz den Grossverteiler Coop, um die Bio-Modemarke Naturaline zu etablieren









