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Leben heisst auch Träumen

Mit diesen Worten einer starken Frau wünschen wir eine schöne Weihnachtszeit

Pushpa Solanki ist Biobaumwoll-Bäuerin in Kasrawad, Indien. Bereits letztes Jahr hat sie uns mit ihren Träumen, aus denen sie Kraft schöpft, schöne Weihnachten gewünscht. Dieses Jahr im April haben wir sie erneut in Indien besucht, und sie erzählt in einem längeren Video-Interview von ihrem Alltag – 
der nicht immer einfach ist, aber noch immer
hat sie grosse Wünsche:

«Gerne würde ich unabhängig sein,
am Himmel fliegen und etwas für mich tun,
nur für mich.
Oder Gutes tun und einen Tempel bauen.»

Die Stiftung begleitet über ihre Partnerorganisationen bioRe Association in Indien und bioRe Foundation in Tansania seit über 20 Jahren Biobaumwoll-Bäuer:innen und Dorfgemeinschaften in der Förderung des biologischen und biodynamischen Landbaus sowie sozialer Projekte.

Dank dieser langjährigen Zusammenarbeit und dem regelmässigen Austausch können die Bauernfamilien – wie hier die Familie von Pushpa Solanki, ihrem Mann und ihren beiden Kindern – ihre Existenz selbstsicherer bestreiten und so ein harmonischeres Leben führen, wie Pushpa im Film selber sagt.

Mit diesen Worten einer starken Frau aus Indien – und einem Herzen voller Dankbarkeit wünschen wir Ihnen eine wunderschöne Weihnachtszeit!


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Grundlagenstudie - wenn Veränderung von innen beginnt

Im Frühjahr 2024 wurde in Indien und Tansania eine umfassende Baseline-Studie von den lokalen Teams initiiert – ein gemeinsamer und wichtiger Schritt, um die aktuellen Realitäten und Herausforderungen im Feld noch besser verstehen und reflektieren zu können. Ziel der Baseline-Studie ist es, die Wirksamkeit bestehender Programme und Projekte zu prüfen, um diese für eine zukunftsfähige Ausrichtung gezielt weiterzuentwickeln. Dabei war es für uns – die bioRe Stiftung Schweiz – zentral, dass für die Durchführung der Baseline-Erhebung die lokalen Organisationen im Lead sind. Diese starke Eigenverantwortung und lokale Verankerung der Studie ermöglichte es den lokalen Fachkräften, neue Perspektiven einzunehmen, und entfachte einen kreativen und zielorientierten Dialog in den verschiedenen Fachbereichen der Länderorganisationen.

Die Ergebnisse der Baseline-Studie in Indien und Tansania wurden von den lokalen Organisationen in 5 Kerndimensionen eingeteilt:

  1. Unabhängigkeit
  2. Einkommen, Diversifizierung und Kontrolle
  3. Kompetenz
  4. Mitsprache in Entscheidungsprozessen
  5. Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit

Fazit der Baseline-Studie

Ausdruck gelebter Selbstermächtigung ist es, wenn Menschen sich selbst reflektieren und Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen und Strukturen übernehmen. Diese 5 Kerndimensionen, mit welchen das Ergebnis der Studie erfasst wurden, helfen dabei, Maßnahmen zur Selbstermächtigung in Zukunft nicht nur gezielter zu fördern, sondern auch messbar zu machen. Die Grundlagenstudie ist ein bedeutender Meilenstein in der Weiterentwicklung unserer Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Tansania und Indien. Sie steht für die wachsende Unabhängigkeit der Länderorganisationen. Die resultierenden Kerndimensionen aus der Befragung der Bäuerinnen und Bauern haben gezeigt, dass die bioRe-Länderorganisationen mit ihren Aktivitäten und Projekten auf dem richtigen Weg sind und weiter ausgebaut werden müssen.

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Feldarbeit in Ahilyapura, Indien Foto: © Lara Lone, 2025

Informationen zur Studie in Indien

Titel: «Baseline-Studie zur Entwicklungsarbeit der bioRe Association India (2024–2025)», 126 Seiten, EN

Durchführende Organisation: bioRe Association India, Kasrawad, Madhya Pradesh

In Zusammenarbeit mit: Remei India (ehemals bioRe India Limited)

Autor: Anju Manikoth

Fördergeber: bioRe Association India, mit finanzieller Unterstützung durch die bioRe Stiftung Schweiz

Laufzeit: Juni 2024 – Januar 2025

Zielregion: Nimar-Region, Madhya Pradesh, Indien (Zonen: Kasrawad, Maheshwar, Nimrani, Rajgarh, Bilali, Sirpur)

Methodik: Qualitative Baseline-Studie, teilstrukturiert

Datenerhebung: Interviews mit 33 Landwirt:innen (repräsentativ über 6 Zonen verteilt), unstrukturierte Interviews mit Schlüsselpersonen der Organisation, Fokusgruppen mit Farmer:innen und Empowerment-Team, Desk Research und Beobachtung vor Ort

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Feldarbeit in Mwamishali, Tansania

Informationen zur Studie in Tansania

Titel: «Baseline Survey Report on the New Empowerment Program», 53 Seiten, EN

Durchführende Organisation: bioRe Foundation Tanzania, in Zusammenarbeit mit Remei Tansania

Autoren: Bhargavi Bonam, Albert Tibaijuka

Fördergeber: bioRe Foundation Tanzania, mit finanzieller Unterstützung durch die bioRe Stiftung Schweiz

Laufzeit der Studie: Mai 2024 – Dezember 2024

Zielregion: Meatu District, Simiyu Region, Tansania (insgesamt 32 Dörfer, u. a. Mwamishali, Mwamatiga, Mwambegwa)

Methodik: Mixed Methods (quantitativ + qualitativ)

Datenerhebung: Albert Tibaijuka, Bhargavi Bonam, Ludovic Myumbo
32 Farmer:innen (50 % Frauen), Interviews auf Dorfebene; Fokusgruppe mit 25 Farmer:innen (Mwamishali); Interviewrunde mit 18 Schlüsselpersonen (z. B. Lead Farmers, Projektleitende, PRB-Mitglieder)

Die 5 Kerndimensionen zur Selbstwirksamkeit

Die 5 Kerndimensionen als Resultate der Studie, ihre Herleitung für zukünftige Wirkungsmessungen und was diese bedeuten für die Arbeit der Stiftung:

1. Unabhängigkeit

Viele Bäuerinnen und Bauern sind unter Druck, da ihr Einkommen nach wie vor stark von der Biobaumwolle abhängig ist. Unabhängigkeit heisst für die Gemeinschaften vor Ort, Lebensgrundlagen eigenständig absichern zu können und Wahlmöglichkeiten in der wirtschaftlichen Absicherung zu haben. Die Menschen wünschen sich weitere Einkommensquellen nebst dem Biobaumwollanbau. Stark mit der Dimension Unabhängigkeit korreliert die Dimension Einkommen, Diversifizierung

Was die Stiftung macht:
Die Stiftung unterstützt mit ihren Workshops zu Entrepreneurship die Möglichkeit für Einkommensdiversifizierung.

2. Einkommen und Diversifizierung und Kontrolle

Damit Bäuer:innen und ihre Familien widerstandsfähiger gegenüber Krisen sind, insbesondere der klimatischen Veränderungen und damit einhergehenden Risiken von Ernteausfällen, ist es wichtig, das Einkommen nicht nur zu steigern, sondern durch Diversifizierung zu sichern

Was die Stiftung macht:
Unser Ziel als Stiftung ist es, Voraussetzungen zu schaffen, damit Mitglieder von Bauernfamilien ihre Lebensgrundlagen eigenständig sichern können, ohne ausschliesslich abhängig von einer erfolgreichen Biobaumwollernte zu sein. Unabhängig handeln zu können sehen wir als zentrale Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung. Diese Ergebnisse haben uns als Stiftung gestärkt, die Komponenten Biodiversität und Entrepreneurship / Unternehmertum noch weiter zu stärken. Konkret: Ausbau von Agroforestry-Projekten (als aktive Massnahme für den Erosionsschutz der Böden und gleichzeitig wichtige Ernährungsquelle der Bauernfamilien) und Workshop für Frauen im Bereich «alternative Einkommensquellen und Unternehmertum», Förderung der wirtschaftlichen Eigenständigkeit der Frauen.

3. Kompetenz

Die Dimension der Kompetenz umfasst Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Bäuer:innen und ihre Familien benötigen, um ihre Lebensgrundlagen nachhaltig zu sichern und sich weiterzuentwickeln. In der Umfrage der Baseline-Studie ist deutlich herausgekommen, dass die Bäuerinnen und Bauern ihre Kompetenzen weiter stärken und aufbauen möchten.

Was die Stiftung macht:
Der Kompetenzaufbau fördert die bioRe Stiftung in den verschiedenen Komponenten der Stiftung:

  • Baumwoll-Training: Ganzheitlicher Ansatz für Training im biologischen Landanbau; Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, Aufbau von Biodiversität, Fruchtfolgen, GVO-freien Saatgut und natürlicher Schädlingskontrolle
  • Bildung: Über die bioRe Animationsschulen und die bioRe Public School fördern wir insbesondere aktiv die Kompetenzbildung der Kinder in den Gemeinschaften. Der Zugang zu Bildung hat sich im Laufe der Zusammenarbeit vor Ort und als Antwort auf das lokale Bedürfnis entwickelt. Dies zu ermöglichen und zu stärken, ist ein integraler Bestandteil des Auftrags der bioRe Stiftung.
  • Kompetenzstärkung der Frauen / Entrepreneurship: Konkrete Frauentrainings im Biobaumwollanbau und das Stärken ihrer Rollen, insbesondere über die Komponente Unternehmertum.

4. Mitsprache in Entscheidungsprozessen

Die Gemeinschaften wollen aktiv an Entscheidungsprozessen mitwirken und Mitverantwortung übernehmen. Der Einbezug und die Partizipation der betroffenen Gemeinschaften in der Planung und Umsetzung von Projekten und Aktivitäten ist ein grosses Bedürfnis.

Was die Stiftung macht:
Die bioRe Stiftung verfolgt seit ihrer Gründung einen Bottom-up-Ansatz und setzt auf die Stärkung lokaler Steuerungskompetenz, im Verständnis, dass Partizipation eine zentrale Voraussetzung ist, um Entscheidungsmacht nachhaltig zu verlagern.

5. Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit

Selbstwahrnehmung beschreibt das Bewusstsein für die eigene Rolle, Werte und Stärken. Sie beruft sich auf die eigenen Erfahrungen und die Erkenntnis, etwas durch das eigene Handeln bewirken und verändern zu können. Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit sind wichtig, um das nötige Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen, um Entscheidungen zu fällen, Ziele zu verfolgen und Erlerntes mit anderen zu teilen. Für die Bäuerinnen und Bauern ist es wichtig, dass sie in den Projekten und Aktivitäten eine aktive Rolle spielen, so einen wichtigen Beitrag leisten und Einfluss im eigenen Umfeld und innerhalb der Gesellschaft nehmen.

Was die Stiftung macht:
Aufgrund der Erkenntnisse der Baseline-Studie setzen die Länderorganisationen neu bewusst auf die Präsenz und Stärkung von sogenannten lokalen Schlüsselpersonen. Das sind Brückenbauerinnen und -bauer, die aus den lokalen Gemeinschaften hervorgehen und Aufgaben in den Aktivitäten der bioRe Organisationen übernehmen. Sie übernehmen Rollen wie «Workshop-Leiterin», «Trainerin» oder «Vorreiter-Unternehmerin». Die bioRe Länderorganisationen unterstützen diese Menschen in ihren Rollen, damit sie die besten Lösungen für ihre Gemeinschaft selbst entwickeln können. Hier besteht noch viel Potenzial für die zukünftige Gestaltung des Programms und der Aktivitäten.

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Feldarbeit in Ahilyapura, Indien Foto: © Lara Lone, 2025

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Neue Kompetenzen aus Tansania - eine Bäuerin erzählt

Austausch unserer Partner-Organisationen

Im September haben wir uns in Mwamishali, Tansania, in lebendigen Gesprächen ausgetauscht. Wir haben zurückgesehen auf die lange Zusammenarbeit mit unseren indischen Partner-Organisationen in Kasrawad, Indien und in Mwamishali, Tansania. Und natürlich blickten wir auch nach vorn, denn es gibt hier noch viele Chancen zu nutzen und Gemeinsames anzupacken. Mit dem indischen Saatgutspezialisten Mahesh Birla haben wir mit den tansanischen Bauerngemeinschaften über die Herausforderungen im Biolandbau diskutiert: In beiden Regionen ist es vor allem der Klimawandel, der neue Strategien im Anbau erfordert.

«Ich war beeindruckt, wie viele Gemeinsamkeiten es gibt zwischen dem Biolandbau in Tansania und Indien, besonders wenn es um die Herausforderungen durch den Klimawandel geht. Wir alle kämpfen mit unvorhersehbaren Regenzeiten, veränderten Schädlingsmustern und der Notwendigkeit, uns an die neuen Bedingungen anzupassen.»

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Die Biobaumwoll-Bäuerinnen und Bauern in Tansania stellen sich der neuen Herausforderung durch den Klimawandel beispielsweise durch die Anbaustrategie des Agroforestry. «Wir sind auf den Regen für die Baumwollernte angewiesen, doch der Regen hat sich verändert», erzählt Biobaumwollbäuerin Zuena Hemed aus Mwamishali, Tansania. Ihre Familie betreibt einen Hof mit über 20 Mitgliedern, und es ist ihr Ziel, nicht nur von Baumwolle zu leben. Vor zwei Jahren begann sie mit «Agroforestry» – eine Entscheidung mit Potenzial. In dieser Art von Agrolandwirtschaft werden Elemente des Ackerbaus und der Tierhaltung mit solchen der Forstwirtschaft kombiniert. «Durch Agroforestry nähren wir den Boden, speichern mehr Wasser und haben zusätzliche Einkommensquellen wie Früchte und Brennholz.»
Sie hat von anderen Frauen in ihrem Dorf über die Vorteile von Agroforestry erfahren. Typischerweise sind es die Frauen, die ihren Familien mit neuen Anbaustrategien helfen, unabhängiger zu werden und sich besser gegen den Klimawandel abzusichern.

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März 2024, Kasrawad, Indien
März 2024, Kasrawad, Indien
April 2024, Mwamishali, Tansania, Afrika
April 2024, Mwamishali, Tansania, Afrika

Die bioRe® Stiftung setzt sich dafür ein, dass ein lebendiger Süd-Süd-Austausch zwischen Tansania und Indien stattfindet, der nicht nur Wissen teilt, sondern auch die Solidarität und das gegenseitige Empowerment stärkt. Wie dies u.a. Gayatri Solanki in Indien in unserem Interview  vom März dieses Jahres erzählt, als wir sie nach der Bedeutung von Empowerment fragen:

«Wenn wir selbständig und selbstbewusst sind, inspiriert das auch andere in unserem Umfeld. So verändert sich die Gesellschaft und Entwicklung kann stattfinden.» Gayatri Solanki, bioRe® Women Trainer, Kasrawad, Indien

Die bioRe® Stiftung ist dankbar für die Kompetenz und Erfahrung, die unsere Bäuerinnen und Bauern im Biolandbau einbringen. Weil sie nicht nur Wissen teilen, sondern sich auch gegenseitig stärken – über Zeit und Kontinente hinweg.


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Jahresbericht 2023/2024

Gemeinsam zu mehr Empowerment - die bioRe Stiftung startet eine neue Reise

Hier ist der Jahresbericht 2023/24 der bioRe Stiftung. Darin berichten wir Ihnen über den Start des neuen Empowerment-Programms – unsere neue Leitidee, mit dem wir all unsere Aktivitäten und Projekte miteinander verbinden und die Unabhängigkeit und Partizipation der Biobaumwoll-Bäuerinnen in Indien und Tansania stärken wollen.

Lesen Sie im Jahresbericht auch, woran wir im nächsten Jahr arbeiten wollen:  an einer grossflächigen Befragung der Biobaumwoll-Bäuerinnen in Indien und Tansania, unserem erweiterten Schulprogramm und der Ueberarbeitung des bioRe Gütesiegels und Standards.

Wir wünschen Ihnen ein gutes Eintauchen in unsere Empowerment-Geschichten und freuen uns, wenn Sie mit uns den gemeinsamen Weg weitergehen.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement in diesem Stiftungsjahr – und wir freuen uns, wenn wir auch im nächsten Jahr auf Ihre Unterstützung zählen dürfen.

PDF JahresberichtPDF Jahresrechnung

Superheldinnen: Frauen sind die Change Agents des Biolandbaus

«Indiens Landwirtinnen etablieren sich als die neuen Superheldinnen im Kampf gegen den Klimawandel» – so der Titel des inspirierenden Artikels von Roli Srivastava, Klimakorrespondentin in Indien. Die Journalistin berichtet, wie Indiens Frauen biodynamischen Landbau vorantreiben.
«Die Frauen gründen Selbsthilfegruppen, statt bei Klimakundgebungen mitzumarschieren» und treiben die Veränderungen im Biolandbau aus dem Kleinen heraus voran.

«Die Leute im Dorf wissen, dass alle unsere Produkte biologisch angebaut werden. Sie bezahlen deshalb gerne mehr für mein Gemüse. Den besten Preis bekomme ich für unser Chili. Mein Mann bringt es auf den Markt. Meine ganze Familie ist stolz.»
Gomati vom bioRe® Dorf Bhamori, Kasrawad, Indien

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In den Frauengruppen der bioRe® Association India werden Ideen, Strategien und Herausforderungen geteilt, die beim Handel mit biologischen Produkten auftreten. Die Frauen bauen neben der Baumwolle auch Gemüse, Früchte, Medizinalpflanzen und Getreide an: sie möchten gemeinsam neue Absatzkanäle erschliessen.

Die bioRe® Stiftung hat deswegen ein Förderprogramm für Frauen ins Leben gerufen, das Kleinunternehmertum unterstützt, damit diese Frauen ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Dies schafft nicht nur neue Einkommensmöglichkeiten für die Bauernfamilien, sondern stärkt auch die Gemeinschaft.

Wir sind stolz darauf, seit 1991 mit den bioRe® Superheldinnen zusammenzuarbeiten

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Die Bilder stammen von unserem Workshop in Kasrawad, Indien, November 2023

Mit 50 CHF Spende  können Sie drei Frauen eine landwirtschaftliche Schulung während eines Jahres ermöglichen. Sie bestärken damit die Frauen in ihrer Rolle und unterstützen uns bei dieser Arbeit.


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Weil Bildung die grössten Zinsen trägt!

Für Bildung sensibilisieren

In unseren Animationsschulen im Einzugsgebiet der Public School sind derzeit 265 Schülerinnen und Schüler eingeschrieben. Allerdings hat gut ein Drittel Mühe, dem Unterricht zu folgen und nur ca. zehn Prozent schaffen den Übertritt in die höhere Klasse. Dr. Reena M. Tak erklärt uns in diesem Video die Gründe dazu. Sie ist die Direktorin der bioRe Public School in Ojahara.

Es braucht eine wirtschaftliche Grundlage, die es den Familien ermöglicht, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Die Kinder wachsen in einem bildungsfremden Umfeld auf, deshalb ist die Sensibilisierung der Familien im Thema Bildung so wichtig.

Wir hinterfragen unsere Strukturen kritisch und entwerfen gemeinsam einen neuen Plan. Unterstützen Sie die bioRe® Stiftung dabei und damit unsere Schulkinder und ihre Familien. Denn wir wissen: Jede Investition in Bildung zahlt sich aus!


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Besuch beim Gesundheitsbus

Der Mobile Health Unit im November 2023 in Kasrawad, Indien

Wir waren im November vor Ort und haben das erfolgreiche Projekt in einem Film festgehalten.

Seit 2006 rollt dieser Bus durch Dörfer, um Bauernfamilien Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu ermöglichen. Mit über 196.000 km, 139.881 behandelten Patient:innen und 2.500 Schulkindern pro Jahr. Dank euren Spenden starten wir 2024 einen neuen Bus für eine gesündere Zukunft. Treffe Dr. Shahina Ansari und ihr engagiertes Team, das sich seit 17 Jahren unermüdlich für dieses eindrucksvolle Projekt einsetzt.


Giving Tuesday

Freuen Sie sich über die aktuellen Bilder und lesen Sie drei Geschichten über unsere Aktionen, an denen wir an diesem Giving Tuesday arbeiten, um den Bauerngemeinschaften im Baumwoll-Anbau den Rücken zu stärken.

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Der Mobile Health Unit in Aktion am 23. November 2023

Unser Gesundheitsbus: ein neues mobiles Spital in Indien

Ohne eine gute Gesundheit geht nichts. Keine Vision kann verwirklicht, keine Mission erfüllt und kein Projekt umgesetzt werden. Deshalb liegt uns Gesundheit besonders am Herzen. Mit dem Projekt Mobile Health Unit setzen wir uns ein für eine verlässliche und regelmässige Gesundheitsversorgung – auch an abgelegenen Orten. Seit 2006 fährt dieser Bus an sechs Tagen die Woche von Dorf zu Dorf, mit dem Ziel, die Gesundheit unserer Bauernfamilien und den Dorfgemeinschaften zu erhalten. Dabei hat er schon über 196’000 Kilometer hinter sich gebracht, mehr als 139’881 Patient:innen erfolgreich behandelt und führt bei über 2’500 Schulkindern pro Jahr lebensfördernde Gesundheits-Checks durch.

Nach 17 Jahren im Einsatz muss der Bus aus dem Verkehr gezogen werden. Aber dank der Hilfe unserer Spender:innen und dem unermüdlichen Einsatz der leitenden Ärztin, Dr. Shahina Ansari, und ihrem Team, stehen wir kurz vor Inbetriebnahme des Nachfolgers. Damit erhalten wir gemeinsam ein Projekt am Laufen, das zu einem wichtigen Standbein für die Bauerngemeinschaften geworden ist.

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Der Bauer Mahindrasingh auf seinem Feld am 23. November 2023.

Rollenmodell für biodynamischen und biologischen Anbau

Darf ich vorstellen: Das ist Mahindrasingh. Er zeigt uns sein Feld, wo er komplementär zur Baumwolle Kichererbsen anpflanzt. Diese sind bereits auf eine Höhe von 15 cm angewachsen, wie er zufrieden feststellt. Stolz erklärt er uns, wie er mittels Komposts die Fruchtbarkeit des Bodens verbessert. Und das zeigt er nicht nur uns: Für sein Können, seine ausserordentlich gut geführte Biofarm und das Teilen seines Wissens als Role Model erhielt Mahindrasingh kürzlich den Excellence Farming Award.

Mahindrasingh bewirtschaftet die Felder seit Jahren gemeinsam mit seiner Frau, Lakshmi. Sie spielt eine tragende Rolle, teilt Arbeit und Entscheidungen im Familienbetrieb. Daneben liegt ihr die Bildung der Kinder liegt besonders am Herzen. Die Geschichte der Familie inspiriert die Gemeinschaft zu umweltbewusstem Handeln und zeigt praxisbezogen und konkret, wie Engagement vor Ort eine nachhaltige Veränderung bewirken kann.

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Die Frauen in Kasrawad am Workshop, am 22. November 2023

Die Frauen als Finanzmanagerinnen

In unseren Workshops haben wir herausgefunden, dass Frauen im Biolandbau nicht nur Teil des Prozesses, sondern treibende Kräfte für Fortschritt und Nachhaltigkeit sind. Ihr ganzheitlicher Ansatz beim Aufbau und der Bewirtschaftung ist ein Modell für Effizienz und Ressourcenschonung – und führt auch zu finanziellem Erfolg. Ein Beispiel dafür ist ihre Fähigkeit, Einnahmen auf lokalen Märkten zu generieren – mit allem, was sie neben der Biobaumwolle auch noch auf dem Feld anbauen können.

Wir von der Stiftung unterstützen hier mit Zugang zu Samen und der Wissensvermittlung, zum Wohle der ganzen Bauerngemeinschaft.


Jahresbericht BioRe

Jahresbericht 2022/2023

Hier ist der Jahresbericht 2022/23 der bioRe Stiftung. Auch im vergangenen Geschäftsjahr konnten wir uns erfolgreich für die nachhaltige Bio-Landwirtschaft und ein würdevolles, gesundes Leben der Bäuerinnen und Bauern einsetzen.

PDF JahresberichtPDF Jahresrechnung

Mobile Health Unit - Der Gesundheitsbus

Unser Besuch diesen November 2023

Entdecke mit uns die bewegende Geschichte der «Mobile Health Unit»! Seit 2006 rollt dieser Bus durch Dörfer, um Bauernfamilien Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen zu ermöglichen. Mit über 196.000 km, 139.881 behandelten Patient:innen und 2.500 Schulkindern pro Jahr. Dank deiner Spenden starten wir 2024 einen neuen Bus für eine gesündere Zukunft. Treffe Dr. Shahina Ansari und ihr engagiertes Team, das sich seit 17 Jahren unermüdlich für dieses eindrucksvolle Projekt einsetzt. Deine Unterstützung macht den Unterschied!

Gesundheit darf kein Zufall sein

Ohne eine gute Gesundheit geht nichts. Keine Vision kann verwirklicht, keine Mission erfüllt und kein Projekt umgesetzt werden. Deshalb liegt sie uns besonders am Herzen. Mit dem Projekt „Mobile Health Unit “ setzen wir uns für eine verlässliche und regelmässige Gesundheitsversorgung ein. Die „Mobile Health Unit“ ist ein Gesundheitsbus, der seit 2006 an sechs Tagen die Woche von Dorf zu Dorf fährt, mit dem klaren Ziel, die Gesundheit unserer Bauernfamilien und den Dorfgemeinschaften zu erhalten. Dabei hat der Bus schon über 196’000 Kilometer hinter sich gebracht, mehr als 139’881 Patient:innen erfolgreich behandelt und führt bei über 2’500 Schulkindern pro Jahr lebensfördernde Gesundheits-Checks durch.

Im mobilen Gesundheitsbus steckt noch viel mehr: Selbstbestimmung und Empowerment

Die „Mobile Health Unit“ ist ein Investment in die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Bauernfamilien. Nebst der medizinischen Versorgung klärt sie über Themen der Gesundheit und Hygiene auf. Das bessere Gesundheitsverständnis fördert die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Menschen vor Ort. Ein grosses Augenmerk liegt dabei auf der Gesundheit der Mädchen und Frauen. Aufklärungsarbeit in Familienplanung, Menstrualhygiene und mentale Gesundheit werden fokussiert, im Bewusstsein, dass es sich hier oft um Tabus handelt, die zugunsten der nachhaltigen Entwicklung aufgebrochen werden. Ein grundlegendes Verständnis darüber, wie der weibliche Körper, insbesondere der weibliche Zyklus funktioniert, erlaubt es den Mädchen und Frauen selbst mitzuentscheiden, wie viele Kinder sie haben. Damit wird die Selbstbestimmung und der Einfluss der Frauen auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung in Dörfern gestärkt.

Themen wie Ernährung, ansteckende Infektionen im Zusammenhang mit unsauberem Wasser, Hauterkrankungen und andere übertragbaren Krankheiten sind wichtige Aufklärungsziele der „Mobile Health Unit“.

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Hinter jedem starken Projekt stecken starke Menschen

Verantwortlich für den Gesundheitsbus sind Dr. Shahina Ansari und ihr Team. Dr. Shahina ist eine grossartige Frau und Ärztin, die seit 17 Jahren unermüdlich das Projekt vorantreibt und weiterentwickelt. Eine Powerfrau, die es geschafft hat, ein anfangs mit Skepsis betrachtetes Unterfangen in ein angesehenes und hoch geschätztes Projekt umzuwandeln. Aufgewachsen in einem kleinen Ort namens Harpalpur als Tochter eines Arztes wurde ihr das Interesse für die Medizin bereits in die Wiege gelegt. So lag es nahe, dass auch sie diesen Weg einschlug und ein Studium in Medizin und Chirurgie absolvierte.  Mit ihrer Offenheit, dem unermüdlichen Einsatz und Professionalität haben sie und ihr Team es geschafft, das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, ein Umdenken zu erzielen und von der Regierung anerkannt und geschätzt zu werden.

Der Gesundheitsbus stellt sich neuen Herausforderungen

Die Nachfrage der «Mobile Health Unit» wächst stetig und die medizinischen Sachverhalte werden komplexer. Ein breiteres Fachangebot, modernere medizinische Gerätschaften sowie mehr Platz sind dringend nötig, um auch weiterhin eine kompetente Gesundheitsberatung anbieten zu können. Eine Gesetzesänderung stellt das Gesundheitsteam zudem vor eine neue Herausforderung: Der Bus darf aufgrund seines Alters nicht länger im Strassenverkehr zirkulieren. Somit führt für den geplanten Ausbau kein Weg an einem neuen Bus vorbei. Die Neuanschaffung eines Buses und moderneren Geräten soll von der bioRe Stiftung mit einer Spende von insgesamt CHF 200’000.- finanziert werden.

Wir setzen auf Ihre Spende. Helfen Sie mit, den Gesundheitsbus weiterhin mit seinem unverzichtbaren Angebot den Bauernfamilien der abgelegenen Dorfgemeinschaften zugänglich zu machen. Sie ermöglichen mit Ihrem Beitrag den nächsten Generationen die Chance auf eine bessere Gesundheit und Lebensbedingungen.

Denn Gesundheit darf kein Zufall sein!

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