Im 25. Jubiläumsjahr richtet sich die bioRe Stiftung weiter in die Zukunft aus.
Die gemeinnützige bioRe Stiftung konzentriert sich weiterhin auf den seit 1997 bestehenden Stiftungszweck und die Vision, die biologische und biodynamische Landwirtschaft zu fördern und die Lebensbedingungen von Bauernfamilien in Indien und Tansania nachhaltig zu verbessern.
Aktuell richten die seit ihrer Gründung wichtigsten Partner der bioRe Stiftung, COOP und Remei, im Rahmen eines Generationenwechsels die Organisation der bioRe Stiftung für die Zukunft aus.
Die Geschäftsführung der bioRe Stiftung hat im September 2022 Nicola Roten übernommen. Der Stiftungsrat formiert sich seit November 2022 neu mit Marion Röttges (Präsidentin), Pia Bracher (Vize-Präsidentin), Andrea Kramer und Simon Hohmann.
bioRe Stiftung im "Adventskalender Nachhaltige Entwicklung 2022"
Mit dem Titel „Die Geschichte einer starken Partnerschaft“ titelt die biore Stiftung heute den ADVENTSKALENDER NACHHALTIGE ENTWICKLUNG 2022.
Jahresbericht 2021/22
Recht auf Arbeit und fairen Lohn
Die UNO macht in ihrer Resolution vom 17.12.2018 deutlich, dass die Kleinbauern die Möglichkeit haben sollen, sich in Produzentenorganisationen zusammen zu schliessen. Nur durch Weiterbildung und kollektives Verhandeln ist es den Bauern möglich, ihre Interessen wahrzunehmen und sich wirkungsvoll partizipativ einzubringen.
Ziel ist es dabei Abhängigkeiten zu vermeiden und den Menschen die Freiheit zu geben, ohne materielle Not selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben nachhaltig zu gestalten und ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen.
Auch für dieses Ziel arbeiten wir in der bioRe Stiftung seit 25 Jahren. Fortschritte konnten erreicht werden und dennoch sind es immer wieder auch externe Einflüsse, die uns vor neue Herausforderungen gestellt haben. Es war dabei immer unser Anspruch, mit unseren Partner:innen auf Augenhöhe zu kooperieren und unsere sozialen und landwirtschaftlichen Förderprojekte gemeinsam mit den Menschen in Indien und Tanzania zu planen und umzusetzen.
Mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 21/22 trete ich als Präsident der Stiftung zurück.
Nach 19 Jahren im bioRe Stiftungsrat und 10 Jahren im Präsidium blicke ich auf eine erlebnisreiche und sehr wertvolle Zeit zurück.
Ich danke Patrick Hohmann für seine Pionierarbeit sowie Coop und Remei, die beide über 25 Jahre eine grosse Verantwortung übernommen haben. Mein grosses Dankeschön gehört auch allen, die die Stiftung unterstützt haben und weiterhin begleiten werden, sei es als Spender:innen, Partner:innen, Mitarbeiter:innen, und Stiftungsrät:innen.
Die bioRe Stiftung steht auf einem guten Fundament und ich wünsche ihr, dass sie auch in Zukunft ihren Stiftungszweck erfüllen kann, um den Kleinbauernfamilien ein eigenständiges und nachhaltig würdevolles Leben zu ermöglichen.
Ihr Jürg Peritz
Präsident der bioRe Stiftung

Replik der bioRe® Stiftung auf den NYT-Artikel mit dem Titel: "Ist das T-Shirt aus Biobaumwolle tatsächlich bio?"
That Organic Cotton T-Shirt May Not Be as Organic as You Think*
*Ist das T-Shirt aus Biobaumwolle tatsächlich bio?
Artikel vom 13. Februar 2022 in der New York Times
Replik der bioRe® Stiftung, 9. März 2022
Sehr geehrte PartnerInnen, UnterstützerInnen, GönnerInnen, Freundinnen und Freunde
Der Artikel in der New York Times (NYT) bringt Licht ins Dunkel eines intransparenten Systems der Zertifizierung von Biobaumwolle in Indien, das Betrügereien Tür und Tor öffnet. Wir schätzen es sehr, wenn
unabhängige JournalistInnen versuchen, betrügerische Geschäftspraktiken
aufzudecken. Solche Praktiken schaden der gesamten Branche, auch jenen, die
sich der Herstellung und dem Verkauf von echter Biobaumwolle verschrieben
haben. Die JournalistInnen haben sich auf Indien konzentriert, weil dieses Land weltweit der größte Produzent von Biobaumwolle ist und die Hälfte der weltweit verkauften Biobaumwolle liefert. Fachleute schätzen jedoch, dass zwischen 50 und 80% der als biologisch verkauften Baumwolle nicht wirklich biologisch produziert werden.
Das Ziel der unabhängigen und nicht gewinnorientierten bioRe Stiftung besteht darin, den biologischen Landbau zu fördern und mittels verschiedener sozialer Projekte die Lebensgrundlage und des Wohlergehens der im Anbau von Biobaumwolle tätigen Bauernfamilien zu verbessern. Die Stiftung verfolgt keinerlei kommerzielle Interessen oder Zwecke. Sie stellt in enger Zusammenarbeit mit der Remei AG sicher, dass die Baumwolle, welche die Remei AG den Bauernfamilien abkauft und an KundInnen auf der ganzen Welt vertreibt, auch wirklich biologisch ist und zudem hohe soziale Anforderungen erfüllt.
In ihrer Replik „NICHT ZUTREFFEND FÜR UNS!“ auf den Artikel der NYT verweist die Remei AG darauf, dass die unter bioRe Sustainable Cotton durch Remei India Ltd und die Remei AG erworbene, verarbeitete und verkaufte Baumwolle höchste Anforderungen an die Vermeidung von Verunreinigung durch gentechnisch veränderte Organismen (GMO) erfüllt. bioRe Sustainable Cotton ist vom Ursprung bis zum Verkauf an Textilunternehmen oder Einzelhändler nachverfolgbar. Remei India Ltd verfügt über ein solides Kontrollsystem zur Minimierung der GMO-Verunreinigung von Saatgut oder bei anderen Schritten in der Lieferkette. Dadurch wird das Risiko für Betrügereien durch Partner wesentlich reduziert. bioRe Sustainable Textiles bestehen zu 100% aus bioRe Sustainable Cotton.
Gemeinsam mit Remei India Ltd und der bioRe Association India investiert die bioRe Stiftung auf verschiedensten Gebieten in die Schulung der Anbaufamilien; von der biodynamischen Baumwollproduktion bis zu wassersparenden Bewässerungstechnologien. In Zusammenarbeit mit der Universität für Agrarwissenschaften Dharwad und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL betreiben wir mehrere Forschungsprojekte, zum Beispiel zur Erprobung unterschiedlicher Anbaumethoden. Der wichtigste Bereich ist jedoch die Erforschung von biologischem Saatgut. Mit dem Forschungsprogramm soll der erhebliche Mangel an gentechnisch unverändertem Saatgut in Indien überwunden werden, der sich aktuell auch auf Remei India Ltd auswirkt.
bioRe Sustainable Cotton erfüllt auch hohe soziale Anforderungen. Die Remei AG gibt den Bauern eine Abnahmegarantie über fünf Jahre und zahlt ihnen eine Prämie von 15% des Marktpreises. Zudem erhalten die Bäuerinnen und Bauern landwirtschaftliche Betriebsmittel kostenlos und Remei India Ltd übernimmt den Transport der angekauften Baumwolle.
Dank grosszügiger Beiträge zahlreicher Gönnerinnen und Gönner kann die bioRe Stiftung zusammen mit der bioRe Association India den Bauernfamilien durch soziale Projekte in Bereichen wie Bildung, Gesundheit, Sanitäranlagen und Wasser Unterstützung bieten. In Zusammenarbeit mit der bioRe Stiftung und der bioRe Association reduzieren die Remei AG und Coop ihre CO2-Emissionen durch weitere für die Bauernfamilien vorteilhafte Aktionen wie Biogasanlagen in Indien. Der Ersatz von offenem Feuer durch Biogas und rauchfreie Öfen reduziert den Verbrauch von Brennholz, entlastet Frauen und Kinder, verringert Atemwegserkrankungen und dient dem Umweltschutz.
Leider haben sich die JournalistInnen der NYT nicht an die ethischen Grundsätze seriösen Recherchierens gehalten, weshalb der Artikel zahlreiche irreführende und Verwirrung stiftende Äußerungen in Bezug auf die Unterstützung der im Anbau von Biobaumwolle tätigen Bauernfamilien in Indien durch die bioRe Stiftung enthält.
In dem Artikel werden unterschiedliche Institutionen und Begriffe wie „bioRe® Stiftung“, „Baumwollprojekte von bioRe“, „bioRe-Anlagen“, „bioRe-Entkernungsanlage“ und „bioRe“ undifferenziert und ohne Kenntnis der Rollen und Funktionen der einzelnen Akteure und Einrichtungen durcheinandergebracht.
Aashish Joshi, Teamleiter bei der bioRe Association India, ist mit der Überwachung der erwähnten sozialen Projekte betraut und nicht, wie im Artikel fälschlicherweise dargelegt, mit der „Überwachung der Biobaumwollprojekte von bioRe“. Herr Joshi äußerte sich ganz allgemein zu Fragen bezüglich der Prämie für die Bauernfamilien um aufzuzeigen, mit welchen Problemen heute jene Bauern in Indien zu kämpfen haben, die den Zuschlag zum Marktpreis nicht bekommen. Er machte keine Aussagen zu irgendeinem System, an dem die bioRe Association India beteiligt wäre. Die bei bioRe India Ltd gemeldeten Bäuerinnen und Bauern erhalten diese Prämie in korrekter Form ununterbrochen seit 2007. Herr Joshis Äußerungen wurden aus dem Kontext gegriffen. Er war weder darüber informiert worden, dass seine Äußerungen publiziert würden, noch hatte er dafür seine Zustimmung gegeben.
Zudem haben die JournalistInnen der NYT nie um die Zustimmung dafür gebeten, Fotos machen zu dürfen, oder sie haben sich diese Zustimmung unter Falschdarstellung erschlichen.
Die bioRe® Stiftung ist seit 25 Jahren darum bemüht, die Lebensgrundlage von Bauernfamilien durch biologischen Landbau zu verbessern. Zusammen mit unseren PartnerInnen, UnterstützerInnen, GönnerInnen und Freudinnen und Freunden werden wir dieses bedeutsame Unterfangen weiterführen.

Förderung einer umweltfreundlichen Landwirtschaft durch Bauernschulung
Die bioRe Stiftung fördert Kleinbauernfamilien in Indien und Tansania im biologischen Anbau von Baumwolle und weiteren Feldfrüchten. Kontinuierliche Schulungs- und Beratungsprogramme für die Bäuerinnen und Bauern in den Anbaugebieten der bioRe Bio-Baumwolle geben ihnen die nötige Unterstützung, um eine umweltschonende Landwirtschaft ohne Einsatz von Chemikalien und Gentechnik zu betreiben. Diese Bauern-Schulungen beinhalten nicht nur technische Aspekte rund um Anbau, Pflege, Ernte und Lagerung, sondern vermitteln ein ganzheitliches Verständnis der biologisch-dynamischen Produktion. Dadurch kann eine hohe Qualität von bioRe Bio-Baumwolle produziert und verkauft werden.

Finanziert werden diese Trainings durch Spenden der bioRe Stiftung, die dadurch ihren Zweck der Förderung des Biolandbaus erfüllt. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit den Fachkräften der Tochtergesellschaften der Remei AG in Indien und Tansania, welche sich um alle Belange der Vertragsbauern kümmern und deren Baumwolle kaufen.
Mit nur CHF 50.-
unterstützen Sie beispielsweise landwirtschaftliche Schulung für drei Bauern/Bäuerinnen während eines ganzen Jahres.

Bauernschulung und Kapazitätsaufbau
Landwirtschaftliche Schulung zum Aufbau der Kapazitäten der Bauernfamilien werden dreimal im Jahr für alle Produzent:innen von bioRe-Baumwolle in Tansania durchgeführt:
- Oktober-November in der Zeit der Aussaatvorbereitung
- Februar-März in der Zeit der Pflege der Feldfrüchte
- Mai-Juni in der Zeit der Qualitätssicherung bei der
So haben im letzten Jahr 84 % aller tansanischen bioRe-Bäuerinnen und Bauern an der Schulung teilgenommen. Der Erfolg der Ausbildung zeigte sich im verbesserten Umgang der Bauern mit ihren Feldfrüchten und der Erhöhung der Fruchtbarkeit des Bodens.
Die Erfahrung zeigt, dass die Schulungen zu einem guten Zusammenhalt zwischen den Bäuerinnen und Bauern beitragen und die Bio-Gemeinschaft sich stärker gegenüber der konventionellen Landwirtschaft positioniert.

Bildungskampagne für Familienproduzent:innen
In Tansania erfolgt der Anbau der bioRe Baumwolle nicht nur durch die Vertragsbäuerinnen oder die Vertragsbauern, sondern auch durch Familienmitglieder, sogenannte Familienproduzenten. Remei Tanzania Ltd arbeitet mit über 2’200 Vertragsbauern und durchschnittlich fünf Familienproduzenten pro Vertragsbauer zusammen, so dass sich die Gesamtzahl der Produzent:innen auf mehr als 13’000 beläuft.
Das Fachpersonal von Remei Tanzania berät die Bauernfamilien, kontrolliert aber auch die Feldarbeit. Wenn sich herausstellt, dass Richtlinien des biologischen Anbaus verletzt und z.B. chemische Pestizide verwendet wurden, muss der Abnahmevertrag gekündigt werden. Im Rahmen der Kontrollen wurde festgestellt, dass die meisten Versäumnisse der Vertragsbauern durch deren Familienmitgliedern verursacht werden, da sie bisher keine direkte landwirtschaftliche Ausbildung erhalten.
Um die Familienproduzent:innen zu erreichen und sie mit den Grundsätzen des Biolandbaus vertraut zu machen, wurde die Bildungskampagne für Familienproduzent:innen gestartet. Die Schulung erfolgte in drei Kampagnen und wurde im November 2021 erfolgreich abgeschlossen. Diese Aufklärungskampagnen haben dazu geführt, dass die Zahl der Misserfolge im Biolandbau unter den bioRe-Bauern gesunken ist.

Schulung zur Förderung von Frauen
In Tansania haben Frauen immer noch einen niedrigeren rechtlichen Status als Männer. Daher wird ein besonderer Schwerpunkt auf die Ausbildung von Frauen gelegt.
Oft wird den Frauen von ihren Ehemännern nicht erlaubt, an den regulären landwirtschaftlichen Schulungen teilzunehmen. Dies ist ein Problem für die ganze Familie, da die weiblichen Familienmitglieder den grössten Teil der Feldarbeit leisten.
2021 wurde als Pilotprojekt eine Schulung zur Förderung von Frauen durchgeführt. Frauen aus neun Dörfern waren die Zielgruppe des Trainings. Obwohl aufgrund der Kultur mit einer geringen Teilnahme zu rechnen war, war die Resonanz enorm – 81% der eingeladenen Frauen nahmen teil. Sie erhielten bei den Schulungen nicht nur Fachwissen, sondern konnten sich auch mit anderen Frauen intensiv austauschen und ihr Selbstbewusstsein stärken.

Weihnachtsgrüsse hin- und zurück
Im vergangenen November war in den indischen bioRe Animationsschulen eine regelrechte Werkstatt zu besichtigen.
Die Schülerinnen und Schüler haben Hunderte von Weihnachtskarten als Gruss für die Spenderinnen und Spender und alle Freunde der bioRe Stiftung gebastelt.


Die kreativen Einzelstücke haben viele Haushalte erfreut. Einige haben die Grüsse mit einem Foto der Karte aus Indien in ihrer eigenen Adventsstimmung erwidert. Die schönen Botschaften und Fotos wollen wir nicht für uns behalten. Wir möchten den Schülerinnen und Schülern der Animationsschulen die guten Wünsche zurückgeben, um ihre Kreativität und ihr Lernpotenzial zu fördern.
Die anhaltenden Herausforderungen durch die Pandemie und die Schulschliessungen sind für die Schulkinder alles andere als einfach. Mögen diese Herzensbotschaften von einer Ecke der Welt zur anderen Ihnen Kraft und Inspiration geben.
Ihre Spende für eine nachhaltige Entwicklung
Ihre Unterstützung verbessert die Lebensbedingungen von Bauernfamilien in Indien und Tansania, z. B. durch Dorfschulen, sanitäre Anlagen, Brunnen und den Ausbau der landwirtschaftlichen Infrastruktur.

Mit CHF 100.- decken Sie z.B. die jährlichen Kosten für ein Schulkind in den indischen Animationsschulen.
Herzlichen Dank!
Da der Unterricht in den Animationsschulen auf Grundschulbildung, Menschenrechte und Umweltfragen ausgelegt ist, werden die Schüler auch über die Bio-Landwirtschaft aufgeklärt.

Die Sichtweisen der Ärmeren auf das Wohlbefinden
Bauernfamilien unterstützen, damit sie ihre Lebensgrundlage nachhaltig verbessern können – dies steht in unserem Stiftungszweck. Die Messung des Wohlbefindens geht über Indikatoren wie Einkommen und Konsum hinaus und umfasst auch andere Dinge, die den Menschen wichtig sind, wie z.B. Gesundheit, Sicherheit und Selbstwertgefühl. Wohlbefinden ist ein weit gefasster Begriff.
Wie definieren die Bauern in Tansania «Wohlbefinden» oder eine «gute Lebensqualität»?
ENEO (Besitz von Ackerland), NYUMBA (ein gutes Haus) und CHAKULA (ausreichend Nahrung) sind für tansanische Bauern die drei wichtigsten Faktoren für eine gute Lebensqualität.
Mit jeder Spende beeinflussen Sie das Wohlergehen von Bauernfamilien positiv.

Das Biolandbau verbessert die Lebensbedingungen der Bauern
Durch die Umstellung auf den Biolandbau verbessern die Bauern die Bodenfruchtbarkeit auf Ihren Feldern und die Ernteerträge. Die Wissensvermittlung durch praktische Kurse über biologische Anbaumethoden stärkt die Bauern in ihrem Alltag. Sie geniessen auch den Vorteil niedrigerer Produktionskosten, da die Kosten für Chemikalien entfallen.



Mit dem Einkommen aus der verkauften Baumwolle können die Bauern Nahrungsmittel sichern oder Vieh kaufen, das ihnen als eine Art Bankkonto dient.
Darüber hinaus sind die Bauern weniger verwundbar gegenüber externen Gegebenheiten und können z.B. klimabedingte Krisen besser überstehen. Die Baumwolle wird in Afrika überwiegend mit Regenwasser angebaut. Die Bauernfamilien sind damit abhängig von den zunehmend unvorhersehbaren Niederschlagsmustern und Naturkatastrophen wie Dürren ausgesetzt.
In guten Zeiten investieren die Familien in den Bau oder die Renovierung ihres Hauses, z.B. in ein Wellblechdach, das sie vor Regen schützt, im Gegensatz zu den meist verbreiteten Strohdächern. Die Möglichkeit, eigenes Haus zu bauen oder zu renovieren, macht die Bauern stolz und gibt Ihnen ein hohes Selbstwertgefühl.
Mit Ihrer Spende tragen Sie zum Wohlbefinden der Bauernfamilien bei. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Mit CHF 250.- ermöglichen Sie z.B. zwölf Bäuerinnen und Bauern die Ausbildung im biologischen Pflanzenschutz.


Thank you to our donors. We feel proud to be part of your family.
We walk with our heads high with all your support to women sewing groups, water wells, smokeless stoves and all social projects supported by bioRe Foundation.
Our society is so blessed to have all support from you.
We wish you a Merry Christmas and all the very best for the coming year.
Justina Samson
NL November 2021
GivingTuesday is the new Black
Da Schwarz immer in Mode ist, bedeutet „the new black“, dass etwas ganz im Trend liegt. Diese Phrase ist nicht nur auf die Modewelt beschränkt. Deshalb sagen wir nicht „Black Friday“, sondern „GivingTuesday“ ist heute angesagt!
Der Dienstag, 30. November 2021, ist der Giving „Tu es“-Day! – für eine bessere Zukunft.
Engagement für Bäuerinnen in Tansania am Giving Tuesday

In Tansania ist der Anbau von Sonnenblumen in der Nähe von Baumwollfeldern sehr verbreitet: als Fallenpflanzen zur Schädlingsbekämpfung. Die Fruchtfolge ist für viele Bäuerinnen und Bauern zu einer zusätzlichen Einkommensquelle geworden.

Der GivingTuesday wurde 2012 von zwei amerikanischen Organisationen als grosser Aktionstag nach dem „Black Friday” ins Leben gerufen – Tag, an dem der Einzel- und Internethandel vor allem in den USA mit Rabatten den Start des Weihnachts-Shoppings befeuert. Der Brauch von Black Friday kommt aus den USA, mittlerweile hat sich aber der Shoppingtag auch bei uns etabliert. Doch auch Kritik an diesem Konsumrausch wird immer lauter: Der unnötige Kauf von Elektroartikeln und Kleidung sei alles andere als nachhaltig und helfe nicht, Ressourcen und die Umwelt zu schonen.
Der GivingTuesday lenkt die Aufmerksamkeit weg von dem Konsumrausch auf die Themen Geben, Schenken und Spenden. Wir schliessen uns dieser Bewegung an, weil wir uns für die Umwelt und das Wohlergehen der Bauernfamilien einsetzen, die am Anfang der Produktionskette in der Textilindustrie stehen.

Die Bäuerinnen im Dorf Isengwa brauchen nun Ihre Unterstützung: mit einer Ölpresse in Ihrem Dorf möchten sie ein kleines Unternehmen aufbauen und ihr Einkommen sichern.
Jede Spende zählt am Giving „Tu es“-Day!
Spendenziel: CHF 30’000.-
Für den Kauf einer Ölpresse und das Startkapital für ein Kleinstgeschäft und andere Projekte zur Stärkung tansanischer Bäuerinnen!

Herzlichen Dank für Ihre Spende!
Eine gelungene Geschäftsidee und die Sicherung von Zusatzeinkommen
2014 unterstützte die bioRe® Stiftung erstmals eine Bauerngruppe im tansanischen Dorf Ng‘hoboko beim Kauf einer Sonnenblumenölpresse, damit sie ihr eigenes Speiseöl herstellen können. Ansonsten müssten sie das Öl im örtlichen Laden kaufen und Geld dafür im Voraus verdienen. Natürlich ist der Geschmack und die Qualität ihres eigenen Sonnenblumenöls viel besser – und gratis – schwärmen die Bäuerinnen.
Neben dem Eigenverbrauch verkauften die Bauern das Öl auch. Gegen einen geringen Aufpreis durften auch andere Bauern aus dem Dorf ihre Sonnenblumenkerne pressen lassen. Mit der Zeit entdeckte man jedoch, dass die beim Pressen anfallenden „Kernkuchen“ (ausgepresste Sonnenblumenkerne) ein gutes Zusatzfutter für das Vieh darstellen. Die Bauern beschlossen daher, das Pressen der Kerne kostenlos anzubieten und die Ölkuchen als Viehfutter zu verkaufen. Da das Gras während der Trockenzeit nicht wächst, sind diese Ölkuchen ein optimales Ergänzungsfuttermittel für die Tiere und daher sehr gefragt.


Langfristige Perspektive
Die Schulung der Bauerngruppe in der Pflege und Wartung der Maschine sichert die Nachhaltigkeit der Investition. Neben dem zusätzlichen Einkommen lernen die Bauern auch, wie man ein kleines Unternehmen führt und mit Geld umgeht.

Dengue-Fieber breitet sich in Indien rasch aus
bioRe Gesundheitsbus bereits im Einsatz
Von Juni bis Mitte September herrscht in Indien Monsunwetter. In diesem Jahr dauerte der Regen das dritte Jahr in Folge bis Mitte Oktober an. Schlecht für die Feldfrüchte und günstig für die Verbreitung des Dengue-Fiebers.
Die Gelbfiebermücke – auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke genannt – überträgt die Viruserkrankung von Mensch zu Mensch. Dieser Erreger des Denguefiebers stammt ursprünglich vermutlich aus Afrika, ist aber inzwischen weltweit in den Subtropen und Tropen verbreitet. So auch in unserem Projektgebiet in Indien. Die stechenden Tiere benötigen für die Eiablage stehendes Wasser. Die durch die anhaltenden Regenfälle entstehenden Pfützen, aber auch Regentonnen oder Eimer bieten eine ideale Umgebung für ihre Vermehrung.
In Kasrawad, in der Nähe des bioRe-Zentrums, sind derzeit in jedem Haus 2-3 Personen erkrankt. Die lokalen Krankenhäuser und Arztpraxen sind voll mit Patienten, die Symptome von Dengue-Fieber zeigen. Auch die bioRe Bauernfamilien und das bioRe Personal sind stark betroffen. Täglich werden mehr als 20 Patienten mit Dengue-Fieber registriert. Für die Bauernfamilien sind diagnostische Massnahmen und Medikamente unerschwinglich.
Der bioRe Gesundheitsbus reagiert auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft und bietet den Bauern kostenlose Diagnostik und Dengue-Tests an.



Behandlung der schweren Verläufe
Die Symptome des Dengue-Fiebers ähneln oft denen einer Grippe: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Gelenk- und Gliederschmerzen. In einigen Fällen kommt es jedoch zu Komplikationen, die auch lebensbedrohlich werden können. Durch einen starken Abfall der Blutplättchen (Thrombozytopenie) und einer erhöhten Durchlässigkeit der Gefässe können verschiedene Arten von Blutungen auftreten, oder das Herz kann nicht mehr genügend Blut durch den Körper pumpen und lebenswichtige Organe wie Gehirn und Nieren werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Solche Komplikationen sind lebensbedrohlich und müssen im Krankenhaus behandelt werden.
Die Behandlung von Dengue-Fieber kann nur die Beschwerden lindern, nicht aber das Virus selbst bekämpfen. Der Verdacht auf Dengue-Fieber lässt sich aber durch Blutuntersuchungen bestätigen:
Eine Blutprobe des Patienten wird auf Dengue-Viren und spezifische Antikörper gegen den Erreger untersucht. Ziel der Diagnose ist es, schwere Fälle rasch zu erkennen, damit in ein Krankenhaus überwiesen werden können. Dies kann lebensrettend sein.

Das bioRe Team besucht zusammen mit dem Mobile Health Team abgelegene Gebiete und informiert über Präventivmassnahmen, um eine Infektion mit Dengue-Fieber zu vermeiden.
Sensibilisierung für die Prävention von Dengue-Fieber
- Das Tragen von langen Hosen und langen Ärmeln.
- Auftragen von Mückensprays auf Haut und Kleidung.
- Moskitonetze über dem Bett und Fliegengitter an Fenstern und Türen (mit Insektiziden imprägniert).
- Reinigung der Umgebung und Vermeidung von stehendem Wasser, um die Verbreitung der Mücke zu minimieren.
- Bei Symptomen sofort einen Arzt aufsuchen. Eine Diagnose hilft auch die Übertragung von Mensch zu Mensch zu minimieren.






























