Abschied vom bioRe Bio-Baumwollbauern der ersten Stunde
Wir sind tief traurig und betroffen zu hören, dass Madanlal Khandelwal, einer der ältesten bioRe Bauern und Präsident der bioRe® Association, der seit über 25 Jahren mit Herz und Überzeugung Bio-Baumwolle angebaut hat, der Covid-Krankheit erlegen ist.
Madanlalji aus dem Dorf Ajandi war als Bauernvertreter der rund 3000 bioRe Biobauern immer eine Inspiration und ein Vorbild. Im letzten Weihnachtsmailing der bioRe® Stiftung richtete er die folgenden Worte an die gesamte bioRe Gemeinschaft und ihre Unterstützer:
Bio-Bauern zeigten immer und immer wieder Stärke. Wir kämpften gegen Herausforderungen wie genmanipulierte Baumwolle, Schädlingsplagen auf unseren Feldern, chemische Propaganda, Isolation in Dorfgemeinschaften, die die kleinste Minderheit sind und nun von Covid betroffen sind. Trotzdem stehen wir zu unseren Vorstellungen mit der Natur zu arbeiten, und setzen den Weg fort, der für die Zukunft richtig ist.
Madanlal Khandelwal
Im Namen der bioRe® Stiftung, einschliesslich des gesamten Stiftungsrates, möchten wir den Familienmitgliedern, aber auch der bioRe Gemeinschaft in Indien unser tiefstes Beileid zu diesem Verlust aussprechen.
NOTHILFE für die Corona-Katastrophe in Indien
Unterstützung der bioRe® Mobile Health Unit in der aktuellen Krisensituation
Indien kämpft gegen eine katastrophale Coronavirus-Welle
Krankenhäuser sind überfordert
Das Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern ist zum neuesten Hotspot der Pandemie geworden

Zurzeit kämpft Indien mit einer katastrophalen Coronavirus-Welle und ist zum neuesten Pandemie-Hotspot geworden. Das Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern verzeichnete die höchste tägliche Anzahl von Covid-Patienten in einem Land seit Beginn der Pandemie. Die Krankenhäuser sind überlastet und es besteht ein enormer Bedarf an Sauerstoff.
„Der Peak wird erst noch kommen“, sagt ein Arzt im indischen Fernsehen aus der Stadt Meerut. „Mitte Mai rechnen wir damit. Dann werden wir drei Mal oder vier Mal so viele Patientinnen und Patienten haben. Wir brauchen dringend Sauerstoff. Dringend! Sonst werden hier noch viel mehr Menschen sterben.“ Bericht tagesschau vom 28. April.
bioRe® Stiftung schickt Hilfe nach Indien
Der Gesundheitsbus oder Mobile Health Unit (MHU) ist ein soziales Projekt der bioRe® Association India in der zentralindischen Region von Madhya Pradesh. Der Bus fährt mit lokalen Ärztinnen und Ärzten durch Dörfer und bietet Bauernfamilien eine medizinische Grundversorgung.
Seit dem Ausbruch der Pandemie war die MHU vor allem mit einer Aufklärungskampagne aktiv, in der über die richtige Technik des Händewaschens und die Bedeutung der sozialen Distanzierung informiert wurde, aber auch Masken verteilt wurden.
Konfrontiert mit einer neuen, katastrophalen Covid 19-Welle und mit einem verfügbaren Röntgengerät beschloss die MHU, den Covid-Patienten kostenlose Röntgenaufnahmen anzubieten. Das Röntgen kann helfen, eine Lungenentzündung zu diagnostizieren und bei einer grossen Anzahl von Covid-Patienten entscheiden zu können, welche Interventionen am hilfreichsten sind.
„Wir brauchen dringend Sauerstoffkonzentratoren, die Leben retten können“, sagt Dr. Shahina Ansari, Projektleiterin des mobilen Spitals, die seit Beginn des Projekts im Jahr 2006 medizinische Dienste in den Bauerngemeinden leistet.
Sauerstoffkonzentratoren sind in Indien nicht mehr erhältlich.



Die bioRe® Stiftung in der Schweiz hat bereits 15 EverFlo Sauerstoff-konzentratoren gekauft, die am 9. Mai per Luftfracht in Mumbai eintreffen und zu unserem Projekt transportiert werden, um den Bedarf der Bauernfamilien, der Mitarbeitenden von bioRe® India Ltd und der bioRe® Association India sowie der lokalen Krankenhäuser in Madhya Pradesh zu sichern. ((Bildunterschrift))
Der EverFlo 5-Liter-Sauerstoffkonzentrator ist tragbar, nachhaltig und sehr sicher in der Anwendung. Er hat sich seit Beginn der Pandemie bei Patienten mit Atemproblemen aufgrund von Covid 19 als zuverlässig erwiesen.
So können Sie mithelfen
SPENDEN Sie für kostenlose Röntgenaufnahmen!
Das Röntgenbild kann helfen zu erkennen, ob ein Patient eine Lungenentzündung hat, und bei einer grossen Anzahl von Covid-Patienten zu entscheiden, welche Massnahmen am sinnvollsten wären.
- Kosten pro Röntgenaufnahme CHF 2.50.-
- Spendenziel: CHF 2’000.-
CHF 125.-
decken die Röntgenkosten für 50 bedürftige Menschen.

SPENDEN Sie für Sauerstoffkonzentratoren
- Kosten pro Sauerstoffgerät CHF 1080.-
- Transportkosten nach Indien für 15 Geräte CHF 3000.-
- Spendenziel: CHF 20’000.-
CHF 1’000.-
Sie retten Leben mit 1 Sauerstoffkonzentrator.
CHF 500.-
Sie teilen die Kosten für 1 Sauerstoffkonzentrator mit jemandem.
CHF 250.-
Mit drei Freunden, die ebenfalls CHF 250 spenden, retten Sie mehreren schwerkranken Familienmitgliedern von Bauern das Leben.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Bitte geben Sie den Verwendungszweck an: „Corona Katastrophe Indien„
- CHF IBAN: CH21 0844 0625 6162 9000 4 / SWIFT: BCLRCHBB
- EURO IBAN: CH52 0844 0625 6163 1020 4 / SWIFT: BCLRCHBB
- USD IBAN: CH36 0844 0625 6163 1010 4 / SWIFT: BCLRCHBB
Bank CLER, 4002 Basel
Wird gutgeschrieben an bioRe® Stiftung, Lettenstrasse 9, 6343 Rotkreuz, Switzerland
NL April 2021
Die wichtigsten Punkte in diesem Newsletter
- Video-Botschaft an alle Unterstützerinnen und Ünterstützer sowie Kooperationspartner der bioRe® Stiftung anlässlich der Geschäftsübergabe von Christa Suter an Monika Tobler
- Save the Date: Jahresanlass am 24.Juni ’21
- Die neue Website jetzt auch in Englisch
- Der YouTube Kanal der bioRe Stiftung
- Mitglied werden / Mitgliedschaft erneuern
Zum Newsletter

Wechsel in der Geschäftsleitung
Liebe Freunde der bioRe® Stiftung,
Christa Suter hat mit Ihrem starken Engagement einen hohen Beitrag zum Aufbau und der erfolgreichen Entwicklung der Stiftung geleistet. Sie hat sich mit Herzblut mit den Bedürfnissen der Bauernfamilien in Indien und Tansania identifiziert und wirkungsvolle Projekte mit ihnen aufgebaut, um so ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Durch die Förderung der biologischen Landwirtschaft gelang es ihr, die Entwicklung einer gerechten Gesellschaft zu unterstützen und die Biodiversität in den Regionen zu fördern.
Ich bedanke mich bei Christa für die gute Zusammenarbeit und ich wünsche ihr für die Zukunft das Allerbeste auf ihrem weiteren Weg.
Es ist uns gelungen, mit Monika Tobler eine erfahrene Nachfolgerin zu gewinnen. Sie wird anfangs Mai bei uns starten. Monika Tobler hat nach ihrem Studium der Biologie mehr als 15 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit und die letzten Jahre im Umweltschutz für den Globalen Süden gearbeitet, bei Helvetas, der FAO, der Eawag und beim WWF Schweiz.
Ausbildungen von Kleinbauernfamilien im nachhaltigen Anbau von Baumwolle gehörten dabei ebenso zu ihrer Verantwortung wie Projekte in den Bereichen Trinkwasserversorgung, Anbau von biologischen Produkten, verbesserter Marktanbindung oder ressourcenschonen¬der Textilverarbeitung.
Ich wünsche Monika Tobler einen guten Start bei uns in der bioRe® Stiftung und freue mich auf ihre grosse Unterstützung zur Verbesserung der Lebensgrundlagen der Menschen und zur Förderung der Biodiversität in unseren Gebieten in Indien und Tansania.
Freundliche Grüsse
Jürg Peritz, Präsident der bioRe® Stiftung
Video-Botschaft an alle Unterstützerinnen und Ünterstützer sowie Kooperationspartner der bioRe® Stiftung anlässlich der Geschäftsübergabe von Christa Suter an Monika Tobler.
NL Februar 2021
Die indische Bio-Baumwollproduktion wurde durch die Einführung von gentechnisch veränderter Baumwolle im Jahr 2002 stark beeinträchtigt und in Frage gestellt. Nur ein Jahrzehnt später waren bereits 95% des Baumwollsaatguts in Indien gentechnisch verändert!
So begann der Kampf David gegen Goliath für gentechnikfreies Saatgut in einem Land, in dem gentechnikfreies Saatgut praktisch nicht mehr existierte.
Mehr dazu und weitere Themen:
- Eine Synthese von zwölf Jahren landwirtschaftlichem Systemvergleich
- Frauenförderung und Verbesserung der Wasserproduktivität
Zum Newsletter
Hans Peter Jost, ein Schweizer Fotograf und Videodokumentarist, hat die Bemühungen der bioRe® Stiftung um gentechnikfreies Bio-Saatgut in Indien begleitet. So entstand die Videodokumentation in 6 Teilen, gefilmt im Zeitraum zwischen 2013 und 2019.
Erfolgsbericht aus dem WAPRO-Subprojekt in Indien
Das WAPRO-Subprojekt über Bio-Baumwolle bei bioRe® India, in Zusammenarbeit mit Helvetas und DEZA, hat bereits 2 Jahre hinter sich. Ziel des Unterprojekts ist die Bildung von 100 Frauengruppen mit insgesamt 1’000 Frauen, die in organischen und biodynamischen Anbaumethoden und Wassermanagement geschult werden. Darüber hinaus soll das Einkommen der teilnehmenden Bauernfamilien durch den Einsatz organischer und biodynamischer Anbaumethoden, die im Einklang mit der nachhaltigen Nutzung von Ressourcen stehen, verbessert werden.
Durch WAPRO werden wassersparende Technologien wie die Tröpfchenbewässerung gefördert und die Bevölkerung auch für die Problematik der nachhaltigen Wassernutzung sensibilisiert. Die Frauengruppen werden als „Water Stewardship Groups“ aufgebaut, damit sie sich auch politisch in Wasserfragen engagieren können.
Die wichtigste strategische Intervention des bioRe WAPRO-Projekts zum Kapazitätsaufbau von Frauengruppen aus ländlichen Gebieten basiert auf der Tatsache, dass Frauen fast 65 % der gesamten landwirtschaftlichen Arbeit in Indien verrichten.
Diese Strategie hat sich als erfolgreich erwiesen. Die Frauengruppen beteiligen sich mit Begeisterung an den Projektaktivitäten. Wir haben beobachtet, dass in den Dörfern, in denen Frauengruppen aktiv sind, die Biodiversität im Anbau deutlich zugenommen hat. Fast 700 Frauen aus Bio-Bauernfamilien haben von Schulungen zu verbesserten Anbaumethoden profitiert. Bemerkenswerte 70% von ihnen haben die erlernten Praktiken übernommen.

„Water mapping“ – Projektaktivität bei WAPRO
Eine Synthese von zwölf Jahren SysCom
Ein Langzeit-Vergleich von landwirtschaftlichen Systemen in den Tropen
Das SysCom-Programm (Langzeit-Systemvergleich von Anbausystemen) vergleicht verschiedene landwirtschaftliche Produktionssysteme (hauptsächlich ökologische und konventionelle) in drei tropischen Ländern (Kenia, Indien und Bolivien). Der Fokus liegt auf Produktivität, Rentabilität, Bodenfruchtbarkeit und anderen Aspekten der Systemleistung wie Produktqualität, Biodiversität, Ressourcennutzungseffizienz und Resilienz des Agrarökosystems.
Die bioRe® Stiftung ist ein FIBL-Partner für SysCom in Indien, mit dem Fokus auf baumwollbasierten Anbausystemen. Die folgenden Systeme werden verglichen: (a) biologischer, (b) biodynamischer, (c) konventioneller und (d) konventioneller Anbau mit gentechnisch veränderter Bt-Baumwolle.
Das Programm läuft erfolgreich seit mehr als 12 Jahren (2007-2019) und der aktuelle Bericht versucht, die Frage zu beantworten:


Welchen Beitrag leistet die biologische Landwirtschaft zur nachhaltigen Entwicklung?
Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass die vorherrschenden landwirtschaftlichen Anbaumethoden keine nachhaltige Option für die Zukunft sind, insbesondere wenn man die Probleme im Zusammenhang mit dem Klimawandel, dem Verlust der biologischen Vielfalt und der Erschöpfung der natürlichen Ressourcen berücksichtigt. Die biologische Landwirtschaft wird aufgrund ihrer ökologischen und sozialen Vorteile als eine nachhaltige Alternative empfohlen.
Studien, die in gemäßigten Klimazonen (hauptsächlich in Europa) durchgeführt wurden, haben die Vorteile biologischer Anbaumethoden gegenüber konventionellen Praktiken nachgewiesen. Es bleiben jedoch einige Fragen offen, was die Leistung biologischer Systeme unter tropischen Bedingungen betrifft.
Das SysCom-Programm adressiert diese Forschungslücke in drei tropischen Ländern (Kenia, Indien und Bolivien) und besteht aus Langzeitexperimenten (LTE) und Participatory On-farm Research (POR). Die Ergebnisse befassen sich mit den Unterschieden zwischen alternativen (Bio- und Agroforstwirtschaft) und konventionellen Anbausystemen in Bezug auf:
- Produktivität: Erträge von Haupt- und Nebenfrüchten in verschiedenen Systemen
- Rentabilität: Bruttomargen und Rendite auf (Wirtschafts- und Arbeits-) Investitionen
- Bodenfruchtbarkeit und -qualität: Nährstoffverfügbarkeit, organischer Kohlenstoff im Boden und andere physikalisch-chemische Eigenschaften des Bodens
- Sonstiges: Pestizidrückstände, Nährstoffgehalt der Ernte, Biodiversität, Effizienz der Ressourcennutzung und Resilienz des Agrarökosystems

Lesen Sie mehr über die Schlussfolgerungen, wie die ökologische Landwirtschaft zur Erreichung mehrerer SDGs (Sustainable Development Goals) bis 2030 beitragen kann:
Überblick über die Forschungsarbeiten im Langzeit-Systemvergleich bei bioRe India
Coopzeitung: Brunnen fürs Leben
Coop ist ein langjähriger Unterstützer des Wasserprojekts der bioRe Stiftung in Tansania. Ziel dieses Projekts ist die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser in den Dörfern der Bio-Baumwollbauern. Über die Auswirkungen dieser Zusammenarbeit berichtet die Coop-Zeitung in der Asugabe vom 26. Januar 2021.
Das wichtigste ist Wasser“,
Ein Dankeschön von Paulina Zengo ((Bildunterschrift))
Mit CHF 130.- ermöglichen auch Sie 1 Familie den Zugang zu sauberem Wasser
Das Schulprojekt während der Corona-Krise: „Schule bei Dir zu Hause“
Im Gegensatz zu den „Homeschooling“ Lösungen in der Schweiz und anderen europäischen Ländern haben die Kinder in den abgelegenen Gebieten Indiens keine Alternativen zum regulären Schulalltag mit Präsenzunterricht. In den Dörfern allgemein und an den Schulen gibt es keinen Stromanschluss.
Kinderarbeit aufgrund der Armut ist in diesen Dörfern leider Realität. Wenn ein Schulalltag ganz ausfällt, finden diese Kinder mit grosser Wahrscheinlichkeit keinen Weg zurück zur Bildung.
Das Schulprojekt der bioRe® Stiftung ist ein Projekt, das Kontinuität bewahren muss.
Das Programm „Schule bei Dir zu Hause“ soll während der Corona-Krise eine schulähnliche Umgebung für die Schüler in allen Animationsschulen schaffen. Der Unterricht findet täglich von Montag bis Freitag statt, in Gruppen von maximal 5 bis 7 Schülern, wobei Grundlagen in Hindi, Englisch, Mathematik und Umwelt vermittelt werden.
Das Schulprojekt der bioRe® Stiftung ist in dieser Notsituation erst recht auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Damit die Kinder der Bauernfamilien eine Perspektive für die Zukunft haben, ist es wichtig Ihre Bildung zu sichern.

Mit CHF 100.- decken Sie die jährlichen Schulkosten eines Kindes bei einer Animationsschule.
Herzlichen Dank für die wertvolle Unterstützung!










