bioRe Stiftung Weihnachten

NL Dezember 2020

Am 1. Dezember ist der #GivingTuesday – der weltweite Tag des Gebens und der Grosszügigkeit.

Unsere Aktion zum GivingTuesday: Das Schulprojekt während der Corona-Krise „Schule bei Dir zu Hause“

Ein besonderes Jahr geht zu Ende, das uns in unseren Aktivitäten für den Biolandbau und für den Aufbau von sozialer Infrastruktur vor grosse Herausforderungen gestellt hat. Unsere Projektverantwortlichen und die Bauernfamilien in Indien und Tansania haben in dieser aussergewöhnlichen Situation grosses Engagement gezeigt und dennoch einige Rückschläge erlitten. Der Zusammenhalt der Bauernfamilien sowie die internationale Gemeinschaft über Kulturgrenzen hinweg waren in dieser Zeit die tragenden Kräfte.

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Hollo Maduhu

Recht auf Ökologie: Biobauer in Umstellung

Es dauert bis zu drei Jahre, bis Bauern ihren konventionellen Betrieb auf Bio umstellen können. In dieser Umstellungszeit ist es sehr wichtig, ökologische Betriebsmittel bereitzustellen und die Bauern beim Marktzugang zu unterstützen. Damit sich die Böden regenerieren und neue Techniken eingesetzt werden können, braucht es Zeit und Herzblut, um in einem ausgewogeneren agro-ökologischen System Erträge zu erzielen.

Ein Interview mit der bioRe Bäuerin Hollo Maduhu


Spray Away

Recht auf Ökologie: Der Vorteil von biologischen Pflanzenschutzmitteln

Ökologische Anbaumethoden fördern eine gesunde Umwelt für die Menschen und einen schonenden Umgang mit dem Boden, den Wasserressourcen, Pflanzen und Tieren. Darum fördert die bioRe® Stiftung Kleinbauer in Indien und Tansania im biologischen Anbau von Baumwolle. Der ganzheitliche Ansatz der Bio-Produktion basiert auf der Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit, dem Aufbau von Biodiversität, Fruchtfolgen, GVO-freiem Saatgut und der natürlichen Schädlingskontrollen. Insbesondere in der Umstellung zu Bio brauchen Bauern hofeigene Alternativen zu den umweltschädigenden chemisch-synthetischen Düngern und den hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln des Agrarmarktes.

Interview mit Robert Ngoko, einem langjährigen bioRe Bauern


Save the NEW Date Cover

NL Oktober 2020

Wir hatten unseren Benefizabend 2020 für den 6. November angekündigt und uns auf einen weiteren erlebnisreichen Abend mit unseren Gästen, Unterstützern und Freunden gefreut. In der aktuellen Situation ist es leider nicht möglich, einen Anlass in einem geschlossenen Raum durchzuführen. Deshalb haben wir uns entschieden, den Erlebnisabend auf Sommer 2021 zu verschieben.

Die neue Webseite der bioRe Stiftung

Reichhaltig und neu strukturiert in modernem Look, die neue Webseite bietet konkrete Inhalte und gibt Einblick in die Arbeit der Stiftung in Indien und Tansania. Ein wichtiges Anliegen für uns war es, durch die neue Webseite mehr Interaktion und direkte Spendenmöglichkeiten anzubieten.

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TE Marktbericht 2020 bioRe

Textile Exchange: „ORGANIC COTTON MARKET REPORT 2020“

Beitrag der bioRe® Stiftung zum Thema: PROGRAM INSIGHTS | CLIMATE IMPACTS & ACTIONS

Die bioRe Stiftung teilte ihre Erfahrungen mit den ökologischen und sozio-ökonomischen Auswirkungen des Bio-Baumwollanbaus:

Die ökologische Auswirkungen lassen sich an der beträchtlichen Zunahme der Artenvielfalt auf den Baumwollfeldern ablesen. Die vielfältige Flora bietet Lebensraum für Kleintiere und Insekten und schafft ein natürliches Gleichgewicht zwischen Nutztieren und Schädlingen.Im Vergleich zu konventionell bewirtschafteten Flächen weist unsere biologische Landwirtschaft eine erhöhte Biomasse und eine deutlich verbesserte Bodenstruktur auf.

Die ökonomischen Auswirkungen sind für unsere Biobauern in Tansania sehr deutlich. Im Laufe der Jahre ist es den bioRe Bauern gelungen, ihre Erträge durch den Einsatz von neuem Saatgut oder durch bessere Anbaumethoden wie die Aussaat in Reihen zu steigern. Ihre Gewinne sind dem konventionellen Baumwollanbau überlegen.

Zur Case-Study


BioRe 35

Klimaauswirkungen auf die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft und der natürlichen Ressourcen in Afrika

Der Klimawandel und die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen sind nach wie vor die wichtigsten Themen für alle Interventionen zur Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion, des Zugangs zu Nahrungsmitteln und der landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen in Subsahara-Afrika (SSA). Die Sorge um die abnehmenden Landressourcen aufgrund der raschen Bodendegradation, des rauen und unsicheren Klimas und der rasch wachsenden Bevölkerung nimmt zu. Trotz dieser Einschränkungen sind Anzeichen für agronomische Ertragssteigerungen und spürbare Versprechungen mit beeindruckenden jährlichen Wachstumsraten zu beobachten. Die Aufrechterhaltung der Wachstumsrate wird jedoch in Zukunft aufgrund der wachsenden Bevölkerung, des wärmeren Klimas, der begrenzten Wasserressourcen, der Bodenerosion und -verunreinigung sowie der zunehmenden Verbreitung von Schädlingen und Krankheitserregern schwieriger werden. Darüber hinaus weist der IPCC-Sonderbericht über die globale Erwärmung auf einen Anstieg der Temperatur in SSA um 1,5 °C hin, was eine Bedrohung für die Ökosysteme, die biologische Vielfalt und die menschliche Gesundheit darstellt. Diese Bedrohungen sind in SSA schwieriger und offensichtlicher als anderswo, und sie machen es erforderlich, neues Wissen über die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und den Klimawandel zu generieren, um Kleinbauern ein Umfeld zu bieten, das ihnen die Teilnahme an nachhaltigen landwirtschaftlichen Methoden ermöglicht.

Das Buch „Climate Impacts on Agricultural and Natural Resource Sustainability in Africa“ (Klimaauswirkungen auf die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft und der natürlichen Ressourcen in Afrika) befasst sich sowohl mit den naturwissenschaftlichen als auch mit den sozialwissenschaftlichen Aspekten unter schwindenden natürlichen Ressourcen, sich veränderndem Klima und zunehmenden Klimaunsicherheiten in SSA, und das hier vorgestellte Wissen ist ein entscheidender Teil der erforderlichen Zutaten für ein nachhaltiges Ressourcenmanagement unter sich veränderndem und unsicherem Klima in SSA.

climate change impact
Im Teil III wurden verschiedene Studien über "Nachhaltige Feldfrüchte, Viehzucht, Aquakultur und Fischproduktion" vorgestellt, darunter auch die Studie über Yield and Profitability of Cotton Grown Under Smallholder Organic and Conventional Cotton Farming Systems in Meatu District, Tanzania.

Ertrag und Rentabilität von Baumwolle aus ökologischem und konventionellem Kleinbauern-Baumwollanbau im Meatu-Distrikt, Tansania

Landwirtschaftliche Methoden haben einen grossen Einfluss auf den Ertrag und die Rentabilität des kleinbäuerlichen Baumwollanbaus mit niedrigem Aufwand in Afrika. In einem halbtrockenen Baumwollanbaugebiet im Meatu-Distrikt in Tansania wurde ein zweijähriger Feldversuch durchgeführt, um den Ertrag und die Rentabilität verschiedener konventioneller und biologischer Baumwollanbaupraktiken zu vergleichen.

Neben den derzeit angewandten konventionellen und biologischen Baumwollanbaumethoden mit niedrigem Aufwand wurden auch höherwertige und innovative Anbaumethoden sowie Kontrollbehandlungen (ohne Dünger oder Pestizide) getestet. Während die Witterungsbedingungen in Saison 1 für den Baumwollanbau sehr gut geeignet waren, verringerten die viel geringeren Niederschläge in Saison 2 den Ertrag und die Pacht sowohl im konventionellen als auch im biologischen Baumwollanbau erheblich. Im Allgemeinen haben konventionelle und ökologische Verfahren ähnliche Baumwollerträge, aber ökologische Verfahren erzielen aufgrund eines höheren Preises für Bio-Baumwolle und niedrigerer Produktionskosten oft höhere Pachtpreise als konventionelle Verfahren.

In beiden Saisons erwirtschaftete das innovative ökologische Verfahren die höchste Bodenpacht aller konventionellen und ökologischen Verfahren, und sie ist statistisch deutlich höher als die Bodenpacht aller konventionellen Anbaumethoden.

Zur Studie
BioRe 35
bioRe Tansania stellte das Land für die Zwecke dieser Forschung zur Verfügung

Rückblick 2019 20 1

NL September 2020

Das Jahr 2019 war für die Bio-Baumwoll-Produktion in Indien ein Jahr des Stolzes, gleichzeitig aber auch, ein von Naturkatastrophen bedrohtes Jahr. In Tansania dagegen waren die Wetterbedingungen ideal und die Ernteschätzung für die Bio-Baumwolle entsprechend positiv. Unser Jahresbericht gibt einen Einblick in die Entwicklung aller sozialen Projekte rund um die Bauerngemeinschaften in beiden Projektländern.

Im Fokus nahmen wir allerdings unser Schulprojekt in Indien und das Recht auf Bildung.

  • Beitrag der bioRe® Stiftung für das „Organic Cotton Market Report 2020“ von Textile Exchange
  • Veränderung in den Beteiligungen der bioRe® Stiftung
  • Video Bericht von Dr. Shahina Ansari, Ärztin und Leiterin des Gesundheitsprojekts der bioRe® Stiftung in Indien: ein grosser Prozentsatz der Hautallergien ist auf den hohen Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft zurückzuführen!
  • Warum muss Baumwolle Bio sein? – Video Interview mit Patrick Hohmann

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Jahresbericht 2019/20

Bildung ist Zukunft

Bildung ist Zukunft. Bildung ist Bekämpfung von Armut. Die Schule bildet – und vielleicht ist dies ebenso wichtig wie die Aufnahme des Lehrstoffs – die Grundlage für eine glückliche Kindheit, mit Freundschaften und einer Struktur für den Alltag.

Noch heute gehen ca. 120 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule. Wie wollen Sie Ihre Persönlichkeit und ihre Potenziale entwickeln? Wo sollen sie ihre Rechte, die Menschenrechte kennenlernen? Freiheit ohne Diskriminierung, Recht auf Arbeit, Meinungsfreiheit – alle diese fundamental wichtigen Rechte können nur über den Zugang zu den Schulen vermittelt werden.

Meine schönsten Erinnerungen an die Reisen nach Indien sind die Besuche der Kinder in den bioRe® Schulen. Die leuchtenden Augen der Kinder, ihre Fröhlichkeit und Disziplin, die Einfachheit und das Engagement der Lehrer haben mich immer bewegt und angespornt, der Bildung als Thema in unserer Stiftung eine hohe Priorität zu geben.

Ich hoffe, weiterhin auf Ihre Unterstützung zählen zu dürfen, und danke Ihnen herzlich für Ihr persönliches Interesse an der bioRe® Stiftung und unseren Projekten in Indien und Tanzania.

Jürg Peritz, Präsident der bioRe® Stiftung

Jahresbericht 2020
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Jahresrechnung auf Anfrage


Water well donated by Friends of bioRe Foundation

NL Juni 2020

Am letztjährigen Benefizabend im Luzerner Schwimmbad „Neubad“, begleitet durch die zauberhafte Stimme der Opernsängerin Christina Daletska und verwöhnt mit der Gourmet Küche von Marchè, haben wir Spenden für den Zugang zu sauberem Wasser in Tansania gesammelt.

Die Tansanier und Tansanierinnen haben uns dankend die ersten Bilder geschickt!
Herzlichen Dank für Ihren wertvollen Einsatz!

Im November 2019 haben wir noch nicht gewusst, dass dieser Wasserbrunnen für die kommende Corona-Zeit unentbehrlich sein wird! Der Zugang zu sauberem Wasser hilft den Bauernfamilien, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das Händewaschen ist die erste Schutzmassnahme gegen das Virus, und es rettet gerade jetzt Leben.

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bioRe

bioRe Baumwollsorten-Forschung

Forschungsprojekt zur Entwicklung qualitativ hochwertiger Baumwollgenotypen für die biologische Versorgung in Indien

Indien ist seit vielen Jahren das grösste Bio-Baumwollanbauland, aber die Biobauern haben sehr grosse Schwierigkeiten, Zugang zu qualitativ hochwertigem, GVO-freiem Saatgut zu erhalten, das sich besonders für biologische Bedingungen eignet. Einerseits konzentrieren sich die Bemühungen des kommerziellen Saatgutsektors auf gentechnisch veränderte Baumwolle, da diese 95% der Saatgutnachfrage ausmacht, andererseits haben öffentliche Forschungseinrichtungen nur spärliche Forschung zu GVO-freie Baumwolle und keine Forschung unter biologischen Bedingungen. Die Forschungsprodukte der privaten Saatgutindustrie beschränken sich auf Hybriden und nicht auf Sorten aus eigenen kommerziellen Gründen. Da sich das Ökosystem des Bio-Baumwollanbaus vom konventionellen System unterscheidet, sind die für den konventionellen Anbau identifizierten Genotypen nicht die richtige Wahl von Genotypen für die biologische Situation. Für die Biobauern und -bäuerinnen ist es daher dringend notwendig, Zugang zu neuem Saatgut zu erhalten, und es ist sehr notwendig, verschiedene Ansätze zur Steigerung der Produktivität von Baumwolle im biologischen Anbau zu versuchen.

bioRe® Association India und bioRe® India Ltd mit Unterstützung der bioRe® Stiftung initiierten während der Baumwollsaison 2010/11 in Zusammenarbeit mit der Universität für Agrarwissenschaften Dharwad und zunächst mit wissenschaftlichem Backstopping des FiBL Schweiz ein exklusives GVO-freies-Baumwollsaatgut-Züchtungs- und Evaluierungsprogramm. Das FiBL war, in den ersten beiden Phasen, Partner des Saatgutforschungsprogramms beim Aufbau von Kapazitäten des lokalen Forschungsteams. Während des gesamten Forschungsprozesses standen das Feedback der Bauern und die Qualitätskriterien der Industrie im Vordergrund.

Seit Beginn werden die Forschungsarbeiten unter der wissenschaftlichen Leitung des leitenden Baumwollzüchters Dr. SS Patil geführt, und es werden Bestrebungen eingeleitet, diese Forschungsergebnisse den Bauern zur Übernahme und zum Ausbau zur Verfügung zu stellen.

Wir sind sehr stolz darauf, dass wir nach 10 Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Bereich gentechnikfreies Baumwollsaatgut erstmals 6 bioRe's eigenes 100% GVO-freies Saatgut an unsere Bauern liefern konnten.

Vier Hybriden, nämlich ‚Narmada Shakti Platinum‘, ‚Narmada Shakti Gold‘, ‚Narmada Shakti Silver‘ und ‚Bio Power‘ wurden nach der notwendigen Genehmigung durch den Staat kommerzialisiert. Die Dhanwarsha-Serie der Sorte ‚Hirsutum‘ wird ebenfalls kommerzialisiert.

Aufgrund von starken Regenfällen in 2019 erlitt das Saatgutprogramm einen Rückschlag, aber das Keimplasma für die Vermehrung im nächsten Jahr war sicher, und das Programm strebt für die kommende Saison ein höheres Produktionsniveau an. bioRe® India beabsichtigt, in der nächsten Saison eigene Sorten in attraktiver Verpackung in grosem Massstab einzuführen.

Dr SS Patil, Leiter des Forschungprojektes

Verpackung GVO freie Samen
bioRe's eigenes 100% GVO-freies Saatgut

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