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NL September 2021

Jahresbericht 20/21

Sauberes Trinkwasser dank neuen Brunnen, Lehrer, die im Freien unterrichten oder die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in abgelegenen Dörfern; Trotz der Corona-Pandemie konnten wir bei den Menschen in Indien und Tanzania spürbare Verbesserungen erreichen.

Eindrücke vom Erlebnis-Abend ’21

Lesen Sie mehr und tauchen Sie durch die Bildergalerie in die Atmosphäre des Erlebnis-Abends ein.

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Schule 3

Endlich wieder zur Schule — zum Spielen!

Alle Kinder auf der Welt sind gleich, wenn es ums Spielen geht — sie lieben es, ihre Zeit mit Spielen zu verbringen.

Die Pandemie hat die indischen Schulen sehr hart getroffen, vor allem in den ländlichen Gebieten. Alle Schulen waren von März 2020 bis September 2021 geschlossen. Für die Bauernkinder in den abgelegenen Dörfern ohne Strom gab es keine Alternativen zum Fernunterricht. Für die bioRe Animationsschulen war es besonders kritisch, dass sie die Spiele im Schulhof und das Konzept „Bildung durch Animation “ einstellen mussten.

„Bildung durch Animation“ war der lösungsorientierte Ansatz unserer indischen Projektpartner, um das Problem der mangelnden Bildung in ländlichen Gebieten, insbesondere in den Dörfern der bioRe Bio-Baumwollbauern, anzugehen.

Schule 1
Schule 2

Bildung Sprösslinge aus bildungsfernen Schichten

Das Bildungsprojekt richtete sich vor allem an die abgelegenen indigenen Dörfer der bioRe Bauernfamilien, in denen die Mehrheit der Bevölkerung Analphabeten sind und es keine Infrastruktur oder personelle Ressourcen für die Bildung der Kinder gibt. Aufgrund ihrer geringen Grösse und Abgeschiedenheit sind diese Dörfer von allen Aspekten der Entwicklung ausgeschlossen. Die Umfragen aus dieser Anfangszeit haben beispielsweise gezeigt, dass 45 von insgesamt 48 Kindern noch nie zur Schule gegangen sind und dass von der gesamten Bevölkerung in diesen Gebieten in den letzten zehn Jahren niemand eine Grundschulbildung bis zur fünften Klasse abgeschlossen hat.

Die Einführung eines Bildungskonzepts in solchen bildungsfernen Gemeinden war also mit weitaus mehr Herausforderungen verbunden als nur der Einstellung eines Lehrers und dem Bau eines Schulgebäudes. Der Animationsansatz hat sich aus mehreren Gründen als erfolgreiches Instrument für diese Zielgruppe erwiesen:

  • Die schulische Infrastruktur ist unzureichend oder gar nicht vorhanden, so dass improvisiert werden muss.
  • Animationsschulen können Animatoren engagieren, die einen Schultag für 30, 40 oder 60 Kinder verschiedener Altersgruppen mit einem Animationsprogramm gestalten.
  • Durch Animation wird die hohe Schulabbrecherquote gesenkt.
  • Da die Mehrheit der Eltern in diesen Dörfern Analphabeten sind und Bildung nicht als wichtiges Thema ansehen, ist der Animationsansatz das richtige Instrument, um mit ihnen zu kommunizieren.

Endlich wieder zur Schule — zum Spielen!

Schule 3
Die Schülerin der Animationsschule im Dorf Jiratpura geht gerne zur Schule

Im September 2021 erteilte die indische Regierung die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebs. Unter bestimmten Vorsichtsmassnahmen: Nur die Hälfte der Schüler kann gleichzeitig im Unterricht anwesend sein; Versammlungen und sportliche Aktivitäten sind noch nicht zulässig.

Aber endlich können sie Zahlen- und Zählspiele spielen und Spiele, bei denen sie die Tiere kennen lernen und mit den Stimmen der Tiere einen Wettbewerb veranstalten.

Seit 2006 wurden mit Hilfe zahlreicher Spender 18 so genannte Animationsschulen in den Baumwolldörfern in der Region Madhya Pradesh errichtet.

Von den insgesamt 1’241 Schulkindern, die durch die Animationsschulen Zugang zu Bildung erhalten haben, haben etwa 225 ihren Schulabschluss erlangt und können nun weiter studieren oder haben wesentlich bessere Berufsaussichten.


Eindrücke vom Erlebnis-Abend 2021

An einem Spätsommerabend fand im herrlichen Ambiente des Bevloirparks am Zürichsee der diesjährige Benefizanlass der bioRe® Stiftung statt.

Die Berufsschule Belvoirpark als Veranstaltungsort war nicht zufällig gewählt. Wir wollten eine Brücke zu unseren Schulprojekten in Indien schaffen – den Animationsschulen, der grossen Sekundarschule und der Berufsschule. Durch den Zugang zur Grundschulausbildung in abgelegenen Dörfern der Bauernfamilien erhalten viele Kinder die Chance, einen Schulabschluss zu erlangen und später auch eine Berufsschule zu besuchen.

Infolge der Corona-Krise wurde zum ersten Mal in der Geschichte ein Schulbesuch für fast alle Kinder der Welt eingeschränkt – mit teilweise dramatischen und lang anhaltenden Folgen für Kinder in den ärmsten Ländern der Welt. Während Schulen in Europa dies durch Fernunterricht kompensieren, sind Kinder in Ländern mit langsamen und teuren Internetdiensten oder gar ohne Strom stark benachteiligt. Unser Schulprojekt in Indien konnte in den vergangenen eineinhalb Jahren mit der Aktion „School at Your Home“ grosse Erfolge beim Ersatz des fehlenden Unterrichts in Bauerngemeinden verzeichnen.

Am diesjährigen Erlebnis-Abend hatte die bioRe Stiftung die Gelegenheit, sich bei den langjährigen und treuen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung zu bedanken und zu unterstreichen, dass nachhaltige Entwicklung mit Bildung beginnt.

Die künstlerischen Darbietungen und die Videopräsentation nahmen die 80 Gäste mit auf eine Reise nach Indien, zur Schönheit der erhabenen indischen Tanz- und Musikkultur und zu den leuchtenden Augen der Schulkinder in Zentralindien, die der Armut trotzen.

Zugang zu Bildung durch indische bioRe Animationsschulen

Die künstlerischen Darbietungen und die Videopräsentation nahmen die 80 Gäste mit auf eine Reise nach Indien, zur Schönheit der erhabenen indischen Tanz- und Musikkultur und zu den leuchtenden Augen der Schulkinder in Zentralindien, die der Armut trotzen.

Ermöglicht wurde der Benefizanlass zum vierten Mal durch das Sponsoring von zwei wichtigen Partnern: Coop und Remei AG. Eine besondere Freude war es, dass das Top-Management beider Unternehmen an der Veranstaltung teilnahm: Simon Hohman und Marion Röttges, Co-CEOs der Remei AG, Philipp Wyss, Vorsitzender der Coop-Geschäftsleitung und Joos Sutter, Präsident des Coop-Verwaltungsrates. Zahlreiche Spenderinnen und Spender, Mitglieder, Gönnerinnen und Gönner sowie Freundinnen und Freunde der bioRe® Stiftung trugen mit ihrer Anwesenheit zu einem entspannten und geselligen Abend bei, der uns in schöner Erinnerung bleiben wird.

Vielen Dank an Noëmi Kern für die Moderation, Emanuel Büchlin für den Gastbeitrag und das ganze Belvoirpark-Team für die tolle Verpflegung und den Service.

Fotodokumentation von Cinthya Soto.

Benefizabend der bioRe® Stiftung am 27. August 2021


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Jahresbericht 2020/21

Recht auf Gesundheit

1948 erfolgte die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die GV der UNO. Das Recht auf Gesundheit wird wie folgt beschrieben:

Art. 25: «(1) Jeder Mensch hat Anspruch auf eine Lebenshaltung, die seine und seiner Familie Gesundheit und Wohlbefinden einschliesslich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztlicher Betreuung und der notwendigen Leistungen der sozialen Fürsorge gewährleistet; er hat das Recht auf Sicherheit im Falle von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Invalidität, Verwitwung, Alter oder von anderweitigem Verlust seiner Unterhaltsmittel durch unverschuldete Umstände. […]» (humanrights.ch)

 

In der Schweiz geniessen wir ein stark ausgebautes Gesundheitssystem und umfassende soziale Absicherungen. In den Ländern des globalen Südens jedoch fehlt es nach wie vor an Elementarem wie gesundem Wasser, Hygiene oder medizinischer Betreuung.

Im Logo der BioRe® Stiftung steht «Human Rights Organic Cotton». Wir verbinden die Menschenrechte direkt mit dem Anbau der biologischen Baumwolle. Denn eine biologische Landwirtschaft ohne Anwendung von Agrochemie bringt den Bauernfamilien gesundheitliche Vorteile bei der Arbeit auf den Feldern und mit vielen sozialen bioRe Projekten fördern wir ein würdiges Leben für die Bio-Bauernfamilien in Indien und Tanzania.

Unsere eigene Gesundheit nehmen wir zu oft als selbstverständlich wahr und achten zu wenig auf eine gute Balance unserer Ressourcen. In der Natur sehen wir die Folgen der Ausbeutung der Ressourcen Jahr für Jahr deutlicher. Die Erde hat Fieber, sie erwärmt sich stetig. Die Menschen sind jedoch auf eine gesunde Umwelt angewiesen, ohne sie gibt es keine Zukunft.

Durch unsere bioRe Bio-Landwirtschaft übernehmen wir zusammen mit der Remei ökologische, soziale und wirtschaftliche Verantwortung und mit unseren bioRe Standards engagieren wir uns für Fairness und Nachhaltigkeit entlang der ganzen Wertschöpfungskette.

Ich bedanke mich herzlich für Ihre Unterstützung unserer bioRe Förderprojekte und wünsche Ihnen eine Zukunft in guter Gesundheit.

Jürg Peritz, Präsident der bioRe® Stiftung

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Jahresrechnung auf Anfrage

Jahresbericht 2020 21
Kennzahlen 2020 21 1

Schule 2

Improvisierter Unterricht im Freien wegen der Pandemie

Wenn die Schulen geschlossen sind, findet der Ersatzunterricht auch bei 30° Celsius im Freien statt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden in Indien Schulen geschlossen. Mit Hilfe der Kampagne „School at Your Home“ hat das bioRe Schulprojekt  improvisierte Klassen im Freien und in kleinen Gruppen eingeführt, die den Kindern Bildung und soziale Struktur ermöglichen.

Am 15. Juli 2021 begann das neue Schuljahr, und die Kampagne „Schule bei dir zu Hause“ wurde fortgesetzt. Auf jedem Schulhof wurden zu Beginn des Schuljahres Bäume gepflanzt.

Wenn die Lage sich stabilisiert, können die Grund- und Sekundarschulen ab September 2021 wieder geöffnet werden.

Die Oberstufenschule, die bioRe Public School, wird ab August einen Versuch mit Online-Unterricht starten.

Die Coop-Zeitung berichtete am 27. Juli 2021 über das Schulprojekt in Indien.

Zum Artikel

Der Benefizanlass der bioRe Stiftung macht Ende August auf das Schulprojekt in Indien aufmerksam und bietet einen indischen Erlebnis-Abend auf dem Zürichsee für einen guten Zweck. Dank dem Sponsoring von Coop und der Remei AG kommt jeder Benefiz-Beitrag von CHF 200.- zu 100% den Bedürftigen in den bioRe Bio-Bauern-gemeinschaften in Indien und Tansania zugute.

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NL Juli 2021

  • Die Aufzeichnung des Online Annual Live Events ist auf YouTube verfügbar
  • Dieses Jahr im Spätsommer: bioRe® Stiftung Erlebnisabend findet statt!
  • Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich begrüssen zu dürfen am vierten Benefizabend zu Gunsten der bioRe Förderprojekte in Indien und Tansania.


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Erlebnis-Abend 2021 findet statt!

Wir freuen uns sehr, Sie wieder persönlich begrüssen zu dürfen und gemeinsam mit Ihnen den vierten Benefizabend zu Gunsten der bioRe Förderprojekte in Indien und Tanzania mit einem Unterhaltungsprogramm beim Apéro und Dinner zu geniessen.

Freitag, 27. August 2021

Der Veranstaltungsort für unseren Erlebnisabend ist die Belvoirpark-Hotelfachschule in Zürich und ihre wunderschöne Villa am Zürichsee. Die Studierenden der Hotelfachschule übernehmen die Regie in der Küche und im Service und sorgen für eine kulinarische Reise nach Indien.

In dieser Atmosphäre schlagen wir die Brücke zu unseren Schulprojekten in Indien – den Animationsschulen und der grossen Sekundarschule mit der Berufsschule.

„Dank Bildung zum Beruf“ ist der Leitsatz unseres Schulprojekts, das benachteiligten Kindern in den Bio-Baumwollgemeinschaften in Indien eine Zukunftsperspektive gibt.

Willkommen zum indischen Sommerabend am Zürichsee, ab 18:30 Uhr

  • Empfang bei einem Apéro im Park der Villa Belvoir
  • Exotisches Nachtessen mit Bio-Produkten in der Gotthard-Halle
  • Indische Tanz/Musik Performance
  • Hauptprogramm: Präsentation und Videoscreening des Schulprojekts der bioRe® Stiftung in Indien mit Fokus auf die aktuelle Situation der Schulen im Kontext der COVID-Pandemie.

Benefiz-Beitrag CHF 200. – / Person

Ihr Beitrag geht zu 100% an unsere Bio-Bauerngemeinschaften, um deren Arbeit und nachhaltigen Lebensunterhalt zu unterstützen.

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Herzlichen Dank für Ihre Untrestützung!


Pestizide 2

Gesundheitsprobleme und Umweltschäden durch den Einsatz von chemischen Pestiziden in der Landwirtschaft

Hoch aktuell und in der Diskussion ist die bevorstehende Schweizer Abstimmung am 13. Juni über die Trinkwasser- und Pestizid-Initiativen. Einen wesentlichen Beitrag zur Diskussion leisten die Stimmen aus unserem Projektland Indien – sie haben rund 30 Jahre Erfahrung im Biolandbau.

Pestizide 1
Biodiversität ist eine wichtige Massnahme im natürlichen Pflanzenschutz

Langjährige Erfahrung und positive Ergebnisse im Biolandbau ohne chemische Pestizide

Eines der Hauptziele der bioRe® Stiftung ist die Unterstützung von Bauernfamilien beim biologischen Anbau von Baumwolle in Tansania und Indien. Unsere Bio-Baumwollbauern lernen durch landwirtschaftliche Schulungen vorbeugende Massnahmen und natürliche Schädlingsbekämpfung kennen und werden bei der Herstellung von wirksamen Bio-Pestiziden beraten und unterstützt.
Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern schützt auch die Gesundheit der Bauern und die ihrer Familien.

Die Biobauer brauchen hofeigene Alternativen zu den umweltschädigenden chemisch-synthetischen Düngern und den hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln des Agrarmarktes .

Der zunehmende Einsatz von Agrochemikalien wie Pestiziden und Kunstdünger verursacht enorme Gesundheitsschäden bei Menschen, Tieren und Pflanzen

Die Agrochemikalien bekämpfen nicht nur Schädlinge, sondern beeinträchtigen auch die natürlichen Ressourcen wie Boden, Flüsse und Grundwasser. Wenn Kunstdünger und Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt werden, gelangen sie direkt oder indirekt in das Getreide und Gemüse, was die menschliche Gesundheit gefährdet.

In Indien werden schätzungsweise über 50% der eingesetzten Pestizide auf Baumwollfeldern ausgebracht

Die Fälle von Pestizidvergiftungen unter den Bauern nehmen jedes Jahr zu.

Dr. Shahina Ansari, Ärztin und Projektverantwortliche bioRe Mobile Health Unit (MHU)

Pestizide 2
Bild Copyright Andrew Flachs

Die Bauern tragen keine Schutzausrüstung, wenn sie chemische Spritzmittel auf den Feldern ausbringen. So gelangen die Chemikalien durch Einatmen und Hautkontakt in den Körper und in den Blutkreislauf, was sich negativ auf die Augen, die Haut und das Atmungssystem auswirken kann. Sowohl Bäuerinnen als auch Bauern sind betroffen, ebenso wie ihre gesamten Familien.

«In der Regel zeigen die Patienten aufgrund des Einsatzes von chemischen Düngemitteln und Pestiziden folgende Symptome: Reizungen von Nase, Rachen und Haut, brennende, stechende Augen, Kurzatmigkeit und Hautausschläge. Auch Durchfall und Krebs sind in der Gegend weit verbreitet und werden auf Pestizidvergiftungen zurückgeführt», so Dr. Shahina Ansari.

Mobile Health Unit bietet Bauernfamilien (sowohl Bio- als auch konventionelle Bauern) in der zentralindischen Region Madhya Pradesh eine medizinische Grundversorgung .

Die MHU behandelt jeden Tag 5-10 Patienten mit Symptomen einer Pestizidvergiftung

In der MHU werden diese Patienten mit der notwendigen medizinischen Behandlung versorgt und bei schweren Fällen an das staatliche Krankenhaus überwiesen.

Darüber hinaus werden die betroffenen konventionellen Bauern über die Gefahren von Pestiziden aufgeklärt und auf die Alternative und Vorteile des Biolandbaus aufmerksam gemacht.


cell programm

NOTHILFE Update Mai 2021

Bei der verheerenden COVID-Welle in Indien lässt der Druck auf die Krankenhäuser nicht nach. Die Sauerstoffversorgung bleibt landesweit kritisch niedrig. Es gibt fast keine Betten auf den Intensivstationen und es mangelt an Medikamenten. Ein Hauptproblem ist auch der Mangel an diagnostischen Einrichtungen.

bioRe® India arbeitet in den Distrikten Khargone und Barwani in der zentralindischen Region Madhya Pradesh. Diese Region gehört zu den am stärksten betroffenen des ganzen Landes, da sie an der Grenze zum Bundesstaat Maharashtra liegt, welcher die höchste Anzahl von COVID-Patienten und Todesfällen in Indien aufweist. Aus diesem Grund befindet sich die gesamte Region Madhya Pradesh seit einem Monat in einer kompletten Lockdown-Situation.

Einige Mitarbeitende im bioRe-Team erkrankten schwer an COVID. Mehrere bioRe Bauern erlagen der Krankheit. Unter ihnen bedauerlichere weise auch der Präsident der bioRe® Association India, Madanlal Khandelwal, einer der ältesten bioRe Bauern, der seit über 25 Jahren mit Herz und Überzeugung Bio-Baumwolle anbaute.

Madanlal

Sauerstoffkonzentratoren in bioRe Indien angekommen

Mit dem Spendenaufruf vom 3. Mai 2021 hat die bioRe® Stiftung eine Nothilfeaktion gestartet, um die bioRe Baumwollgemeinschaft sowie die gesamte Belegschaft von bioRe® Association und bioRe® India Ltd und deren Familien in der aktuellen Krisensituation zu unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt hat die bioRe Stiftung bereits 15 Sauerstoffkonzentratoren als dringendste Hilfe für die COVID-Patienten mit Atemwegsproblemen in der Region organisiert.

Kasrawad Maheshwar Spitäler

Am 18. Mai erreichten die Sauerstoffkonzentratoren das bioRe Zentrum in Indien. Die Konzentratoren werden vom Verwaltungsteam der «COVID cell Programm» an bedürftige Patienten in der Region ausgeliehen. Vier Sauerstoffkonzentratoren wurden an die staatlichen Krankenhäuser Kasrawad und Maheshwar geliefert.

«COVID cell Programm»: Hilfe durch gezielte Aktivitäten

Das „COVID cell Programme“ ist ein Notfallprogramm der Mobile Health Unit (MHU), das in der aktuellen Krisensituation zusätzliche Leistungen erbringt, um auf das regionale Problem zu reagieren und der Bevölkerung mit gezielten Aktivitäten zu helfen.

Gesundheitsbus
MHU oder Gesundheitsbus - bietet medizinische Grundversorgung für Bauernfamilien

Bewusstseinsbildung

Der Grossteil der ländlichen Bevölkerung ist nicht gut über COVID-Themen informiert.

  • Sensibilisierungsmassnahmen für jedes bioRe Dorf und jede Bauernfamilie werden mit Hilfe von verschiedenen bioRe Mitarbeitern wie Animationsschullehrern oder landwirtschaftlichen Beratern durchgeführt.

cell programm
Das Team vom «COVID cell Programm» bei einer Besprechung im Gesundheitsbus

Medikamente und Versorgung

In der Region können sich viele mit COVID infizierte Menschen aufgrund von Armut keine medizinische Versorgung leisten.

  • Elf Sauerstoffgeräte stehen für COVID-Patienten mit Atemnot zur Verfügung.
  • Sogenannte „COVID-Kits“ werden an erkrankte Personen abgegeben. Sie enthalten vom Arzt verschriebene Medikamente für 5 Tage (Paracetamol, antivirale Tabletten und Antibiotika sowie Vitamin C). Ausserdem eine Desinfektionsmittelflasche und 4 Masken sind dabei.
  • Aufgrund der Lockdown-Situation ist der öffentliche Verkehr komplett eingestellt. Für den Notfalltransport von Patienten in das Distrikt-Krankenhaus wird ein Schulbus bereitgestellt.

COVID-kit
COVID-Kit
Schulbusse
Schulbusse

Diagnoseeinrichtung

In Kasrawad werden keine diagnostischen Tests angeboten. Man müsste dafür in andere Orte reisen. Die Kosten für diese diagnostischen Tests sind für die bedürftigen Menschen zu hoch.

  • MHU bietet kostenlose Diagnostikdienste.
  • Es wird ein Protein-Analysegerät für verschiedene COVID-bezogene Tests angeschafft.
  • Das Ziel ist es, 2’000 COVID-bezogene Tests abzudecken. Die Hälfte davon konnten wir bereits finanzieren.
  • Dank des verfügbaren Röntgengeräts haben bereits mehr als 100 COVID-Patienten kostenlose Röntgenaufnahmen erhalten.

MHU Update Mai

Der Gesundheitsbus wird das „COVID cell-Programm“ in drei verschiedenen Orten notfallmässig abdecken: Kasrawad, Maheshwar und Pipalgaon, so dass mehr Menschen in Not erreicht werden können.


Einladung Cover

Jahresanlass und Generalversammlung 2021

Jahresanlass 2021
Wir laden Sie ganz herzlich ein:

Donnerstag, 24. Juni 2021
16.00 bis 17.00 Uhr

Das Besondere an der bioRe® Stiftung war schon immer die enge Verbindung zu den Projekten und die Möglichkeit, die Projekverantworltichen aus Indien und Tansania am jährlichen Event persönlich zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen.

Deshalb wollen wir trotz der Reisebeschränkungen zwischen den drei Ländern diesen Austausch im Rahmen eines Online-Live-Events ermöglichen.

Zudem ist es die erste Gelegenheit für die neue Geschäftsführerin der bioRe® Stiftung, sich den Mitgliedern, Spendern und allen Interessierten vorzustellen.

Was Sie von dem Programm erwarten können:

Neuigkeiten aus Indien:

  • Corona-Katastrophe in Indien
  • Das Schulprojekt der bioRe® Association India: Ein Jahr ohne Schule

Neuigkeiten aus Tanzania:

  • Die Klimaprojekte der bioRe® Foundation Tanzania
  • Trinkwasserqualität für Regenwassersysteme dank Filteranlage

Neuigkeiten aus der Schweiz:

  • Monika Tobler, neue Geschäftsführerin der bioRe® Stiftung stellt sich vor

Nur angemeldete Personen erhalten den Zoom-Link für die Teilnahme per E-Mail.

Generalversammlung 2021
für die Mitglieder/Champion/Gönnerinnen/Gönner des Vereins "Freunde der bioRe® Stiftung"

Donnerstag, den 24. Juni 2021
15.00 – 15.30 Uhr via Zoom

Programm Generalversammlung:

Nur angemeldete Personen erhalten den Zoom-Link für die Teilnahme per E-Mail.


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